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Kryptonite, Adligate im Konzert (Hagen, April 2015)

CD-Release zum Mosh in den Mai

Adligate feiern ihre CD-Release-Show

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An allen Ecken und in jedem Club ist mal wieder was los hier im Ruhrgebiet, Konzerte in schon fast unübersichtlicher Anzahl und darüber hinaus auch ein weiteres Hexen-Rahmenprogramm. Die The-Pit.de-Delegation hat sich einmal mehr für den heimischen Underground entscheiden und pilgert nun an diesem Donnerstagabend gen Kultopia in Hagen, denn Adligate kommen mit ihrem Debüt um die Ecke und feiern das Release. Und so ganz nebenbei kann man dann auch den aktuellen Rockstatus aus dem Hause Kryptonite abklopfen. Allein schon die Fahrt nach Hagen wird dabei recht kurzweilig, zum Glück gibt es dann nur zwei Zeugen über die Diskussion zur in einem Monat kommenden Architects Of Chaoz-Scheibe, die als Wegemusik aus den Autoboxen dröhnt.

Adligate

„New Blood Old Chapter“, so der Titel des Debüts, welches heute Adligate vorstellen – und wie wahr, denn alle, die die Truppe aus Hagen schon ein wenig länger verfolgen, haben leider auch miterleben müssen, dass das Line-Up nur wenig Konstanz aufwies. Wollen wir also hoffen, dass die Personalquerelen nun endlich begraben sind und Adligate auch wirklich, wie Drummerin Sue zu Protokoll gibt, angreifen.

Zwar haben die Hagener in der neuen Zusammensetzung bereits ein paar wenige Konzerte gemeistert, da aber heute dann doch ein besonderer Abend ist, sollten vielleicht wenigstens die Neuzugänge in den Fokus rutschen. An der zweiten Klampfe greift nun Nils in die Saiten, am Mikrofon brüllt sich Dome (Hungöver, ex-Dyora) die Varitzen wund. In den Fokus rutscht zwar Dome allein schon wegen des Postens als Frontmann, umso schöner aber, dass er nach im Intro, welches recht untypisch schon als Song durchgeht, erst einmal der Band reichlich Raum gibt und sie in Ruhe einsteigen lässt, bevor er ab „Mountain“ immer mehr zum Mittelpunkt heranwächst.

Bewegen sich Adligate mit dem Opener noch eher auf modernen Alternative-Pfaden, so ändert sich da Bild zunehmend, lassen sie sich doch eher im modernen Groove Thrash einordnen, wobei ausnehmend auffällig hervorsticht, dass Dome zumindest anfangs deutlich seltener seinen Pantera-Einschlag durchblicken lässt. „Willkommen“, so auch schon die Begrüßung in der ersten Nummer und früh fängt Dome auch recht unkonventionell an, die Bandmitglieder vorzustellen, wobei als erstes Sue und „Lieblingspole“ Michael gleich den ersten Applaus abbekommen, bevor es mit „Open Grave“ weitergeht.

Bis dahin hat aber schon der „Schlüpferigkeitsfaktor“ zugenommen, liegen doch schon die ersten Wäscheutensilien auf der Bühne, was nicht nur mit einem „Schlüppi für Mutti“,  sondern für „Pussyeater“ in ein “Geht raus an alle Frauen, besorgt es euren Frauen heute mit der Zunge“ mündet, damit die Stecher nicht meinen, der Schlong in der Buchse sei der ultimative Heilsbringer.
„Bart mit Eiern“, so die Vorstellung für Nils, dem gleich auch „Evil And I“ gewidmet wird, wobei auch Bassistin Kayuri, die sich wie gewohnt immer ein wenig im Hintergrund versteckt, ebenfalls mit dicken Eiern gekrönt und mit „Big Balls“ abgefeiert wird. Hier sitzt Dome dann auch schon rechts auf den Boxen und brüllt von oben herab auf die Anwesenden ein, bevor er sich verabschiedet. Das Outro schließt dann wieder den Kreis, denn hier steht wieder ausschließlich die Instrumentalfraktion im Vordergrund. Zu Recht darf sich dann die Truppe mit einer umarmenden Verbeugung verabschieden.

Setlist:

Intro
Mountain
Sweet Revenge
Mother Of Lies
Pussyeater
Open Grave
Kill The Moon
ADHS
Evil And I
Big Balls
Outro

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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen