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Krokus, Crystal Ball im Konzert (Bochum, Mai 2014)

Tourfinale in der Zeche

Marc Storace zeigt sich auch live stimmlich auf der Höhe

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Krokus

Ein Abend der Erkenntnis: Chris von Rohr voller Dankbarkeit, dazu eine Show mit nur wenigen Überraschungen und ein Publikum, welches zwar gut gelaunt, aber dann doch weit weg von enthusiastisch ist und bleibt. Kurz vor der Show gibt Bassist Chris zu Protokoll, wie dankbar die Band doch ist, dass sie das hier noch erleben dürfen – wer weiß, wie lange die Fans noch in den Genuss von Liveshows kommen werden, zumindest wird es wohl noch eine fette Tour zum Jubiläum geben.

Die Setlist überrascht dann nur bedingt, denn die Band hatte schon in der Vergangenheit betont, dass die Auswahl auf dem aktuellen Livealbum „Long Stick Goes Boom – Live From Da House of Rust“ die eigentliche Essenz des Krokus-Sound sei. Und genau das wird heute Abend auch in der Bochumer Zeche vorgestellt, nur auch hier im letzten Drittel wird die Reihenfolge aufgelockert und durch die beiden weiteren Songs „Eat The Rich“ sowie „Headhunter“, beide vom ’83er Album „Headhunter“, aufgebrochen.

Voll auf der Höhe zeigt sich einmal mehr Marc Storace, der sich immer wieder eher wiegenden Schrittes über die Bühne bewegt, zwischendurch aber auch mit der Keule herumfuchtelt oder sogar ein paar Lufttritte ansetzt – erstaunlich, hat er doch auch schon locker die Grenze der sechzig Lenze geknackt. Dazu schieben sich die beiden Gitarristen Fernando von Arb und der mit seinem Cap schon fast jugendlich aussehende Mandy Meyer ebenfalls schön in den Mittelpunkt, sorgen nicht nur für knackig-hardrockige Riffs, sondern auch für die ein oder andere Posingeinheit.

„Fühlt ihr euch noch gut?“, will Marc schon früh nach dem startenden Dreierpack wissen, die Fans stimmen lauthals zu und werden mit „American Woman“ belohnt. Leider bleibt Marc dann auch bei einigen Ansagenstandards wie „Ist das hier eine Rock’n’Roll-Stadt?“ und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass heute hier eh die Hauptstadt des Rock wäre, egal, wie viele sich jubelnd einbinden.

Beim Triple „Rock City“ und Co. wird zumindest gut mitgeklatscht, deutlich mehr Enthusiasmus zeigen die Anwesenden bei „Bedside Radio“, wobei viele sogar mit phonstarken Heyrufen für zusätzlichen Konzertgenuss sorgen – aber die ganz große Sause ist es nicht, was die Fans dort lostreten. Auch bei den Zugabe-Rufen wirkt das Publikum ein wenig lahm, kommt nur bedingt aus den Puschen, Krokus aber entern trotzdem die Bühne und lassen nochmals insgesamt vier Songs auf die Fans niederprasseln. Humor beweisen die Schweizer dann noch kurz vor Schluss, als sie „Live For The Action“ dem Bundesjogi zu seinen letzten fünf Matches widmen.

Setlist:

Intro Addio A Cheyenne
Long Stick Goes Boom
Hallelujah Rock’n’Roll
Go Baby Go
American Woman (The Guess Who-Cover)
Tokyo Nights
Fire
Rock City /Better Than Sex/ Dög Song
Screaming In The Night
Hellraiser
Bedside Radio
Heatstrokes
Eat The Rich
Easy Rocker
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Hoodoo Woman
Live For The Action
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Headhunter
Quinn The Eskimo (The Mighty Quinn) (Bob Dylan-Cover)

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