Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Kreator, Caliban, Eluveitie, Emergency Gate im Konzert (März 2009, Osnabrück)

Kreator

Zum Thema

Caliban

Nach einer knapp viertelstündigen Atempause wurde es wieder dunkel in der Halle – ein monumentales Dröhnen brach aus den Boxen hervor, einer nach dem anderen betraten die fünf Bandmitglieder die Bühne, fackelten nicht lange, sondern begannen gleich mit „Nowhere To Run, No Place To Hide“ die Halle Gartlage zu rocken.

Wer den Opener kennt, weiß, dass man ab jetzt - bis auf die immer vorhanden, obligatorischen Erste-Reihe-Steher - keinen Caliban-Fan still stehen sehen würde. Direkt zum anfangs schnellen Tempo des 2007er Songs wurde losgepogt, ab und an von nackenschädigenden Headbang-Passagen unterbrochen.

Anschließend spielte die Band den Publikumsliebling „I Rape Myself“; das Tempo bleibt weiterhin schweißtreibend, Front-Shouter Andreas schrie sich die Seele aus dem Leib und animierte die Masse, den Refrain mit einem Grinsen auf dem Gesicht lauthals mitzusingen. Dabei war er durchaus erfolgreich. Jeder, der etwas auf Caliban hält, erhob seine Stimme und unterstützte Gitarrist Denis Schmidt, verantwortlich für die klar gesungenen Refrains, in seinem Job.

Leider war dies auch notwendig, denn sein Mikrophon war anfangs alles andere als zuverlässig. Aber Caliban spielten sich weiter quer durch ihre Diskografie – angefangen mit einem 2007er Song, über „I Rape Myself“ von 2006, ließ man nun mit dem 2003er Stück „Forsaken Horizon“ Gefühle an die gute alte Zeit aufkeimen. Etwas schade war lediglich, dass man den schön treibenden Basslauf dieses Stücks nur schwer hören konnte.

Zeitlich gesehen bewegte man sich nun wieder vorwärts und begann mit „I Sold Myself“ (2004) auch die trainiertesten Nackenmuskeln stark zu strapazieren, welche anschließend mit „It’s Our Burden To Bleed“ (2006) endgültig zu schmerzen begannen.

Zwischen den Songwechseln machte Shouter Andreas noch einige Ansagen, verkündete zum Ende der Tour hin ein Dankeschön an die anderen Bands und machte etwas Werbung für die im Sommer erscheinende neue Platte „Say Hello To Tragedy“. Schließlich stiftete er das Publikum zu einer Wall Of Death an, die noch mal viel Spaß und Bewegung in das Konzert gebracht hat.

Die letzte Viertelstunde stand hauptsächlich im Zeichen des letzten Albums „The Awakening“: So wurden nach „I Will Never Let You Down“ und „My Time Has Come“ noch „Life Is Too Short“ gespielt um ein letztes Mal einen gewaltigen Moshpit auszulösen, im Refrain sämtliche Caliban-Anhänger mitsingen zu lassen und auch die letzten Kräfte zu verbrauchen, bevor zu guter Letzt mit „Stop Running“ abschließend noch einmal die Haare durch die Halle kreisen konnten.

Ein routinierter Auftritt, aber das dürfte nach zwölf Jahren Bandgeschichte selbstverständlich sein. Die Stimmung war - trotz der im Vergleich zu Kreator wenigen Zuschauern – großartig. Wenn man diese Band mag, ist sie live immer ein Erlebnis.

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen