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Korpiklaani, Moonsorrow & Skálmöld im Konzert (Hamburg, November 2016)

Kurzweiliger Abend mit zwei völlig unterschiedlichen Headlinern

Bereits im Frühjahr war die „Finnish Folk Metal Mafia“ als Co-Headliner on the road, bestehend aus den beiden Suomi-Größen Korpiklaani und Moonsorrow – offensichtlich sehr erfolgreich, denn nun, im tiefsten Herbst, ist der wilde Haufen erneut in Europa unterwegs. Diesmal erfreulicherweise mit ein paar mehr Dates in Deutschland, denn in der ersten Hälfte des Jahres spielte man hierzulande lediglich in der Bochumer Matrix auf. Das Klubsen in Hamburg markiert am 13. November den allerletzten Termin dieser Tour, bevor es für die Musiker zurück in die Heimat geht – klar, dass hier noch einmal die letzten Reserven herausgekitzelt werden, wobei man sicherlich auch auf die Unterstützung des Publikums zählen kann, wenn Korpiklaani unterwegs sind, ist schließlich stets Party angesagt.

Skálmöld  

Bevor sich die Protagonisten die Ehre geben, dürfen allerdings noch die Isländer von Skálmöld ran. Mit dem ordentlich Dampf machenden „Múspell“ wird pünktlich um sieben Uhr losgelegt und die Fans sind gleich voll bei der Sache: Da wird gebangt, Powerfists werden geschüttelt und Pommesgabeln in die Höhe gereckt. Der Club ist auch bereits gut gefüllt, allerdings sind Skálmöld ja auch keine ganz Unbekannten mehr, erst Ende September veröffentlichten die Nordmänner ihr viertes Album „Vögguvísur Yggdrasils“ (worauf später auch Frontmann Björgvin Sigurðsson hinweist), dem auch jener erster Song entstammt.

Dass die Band Bock hat, zeigt sich schnell; ist natürlich auch von Vorteil, wenn das Publikum von der ersten Sekunde an mitzieht. Ständig hochgereckte Daumen seitens der Band machen jedenfalls mehr als deutlich, dass man mit den Reaktionen zufrieden ist, schade nur, dass der Sound nicht auf dem Niveau der Stimmung ist. Die Angelegenheit ist arg breiig, das Keyboard ist zunächst viel zu laut und anschließend praktisch gar nicht mehr zu hören und die Leadgitarre geht völlig unter. Äußerst bedauerlich, wo doch insbesondere Blondschopf Þráinn Árni Baldvinsson mit einigen filigranen Soloeinlagen glänzen kann. Überhaupt: Die Truppe agiert mit gleich drei Gitarren, was man angesichts des schwachen Sounds gar nicht registrieren würde, könnte man es nicht optisch wahrnehmen.

Der Feierlaune tut das keinen Abbruch, wofür u.a. auch Bassist Snæbjörn Ragnarsson sorgt – dank seines gewaltigen Rauschebarts der augenscheinlich auffälligste in der Formation –, indem er mit einer Flasche Bier bewaffnet, in einer Songpause an den Bühnenrand tritt und einfach mehrmals wie ein angepisster Grizzlybär wüst in die Runde brüllt, was erwartungsgemäß mit ebenso wildem Gebrüll beantwortet wird.

Das Sextett präsentiert eine abwechslungsreiche Setlist, in der alle Alben berücksichtigt werden und kann auch dadurch Pluspunkte einheimsen, dass alle außer dem Schlagzeuger singen, wobei für meinen persönlichen Geschmack gerade Sigurðsson, der den Löwenanteil der Vocals innehat, manchmal etwas eindimensional tönt. Dennoch ein starker Auftritt, der Spaß macht und die Meute gut auf die folgenden Acts einheizt.

Setlist (ohne Gewähr):

Múspell
Gleipnir
Miðgarðsormur
Niðavellir
Að Vetri
Útgarður
Narfi
Kvaðning

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