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Korpiklaani, Metsatöll im Konzert (Essen, Januar 2013)

Metallische Folklore im Essener Turock

Korpiklaani lassen die Fans tanzen

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Korpiklaani

Drei Fragen seien erlaubt: Sind knapp 200 Fans angemessen für diesen Abend? Warum sind ein paar Fans erst gar nicht gekommen, obwohl sie sich schon im Vorverkauf Karten gesichert haben? Sind Korpiklaani aktuell vielleicht zu häufig in diesen Breitengraden unterwegs? Es sind ja erst knapp drei Monate vergangen, seit die Finnen noch im Zuge der Heidenfest 2012 Tour unterwegs waren, wo sie allerdings eine begrenzte Spielzeit hatten, was beim heutigen Headlinerabend natürlich ganz anders ist.

Erstaunlich ist, dass trotz der „Manala European Tour“ eben jenes aktuelle Album „Manala“ nur zu einem Drittel zum Zuge kommt und Korpiklaani auch auf ein paar alte Gassenhauer bis zurück zum Debüt „Spirit Of The Forest“ setzen. Vielleicht ist aber auch genau dieses das Geheimnis des Erfolges des heutigen Abends, denn die Anwesenden feiern ausgelassen zu den mit reichlich Partypathos angereicherten Songs. „Hallo Essen, seid ihr bereit für Korpiklaani?“, schreit Jonne und schon entfachen sie mit „Tuonelan Tuvilla“ ein erstes „Hallo wach“. Powerfäuste, Pommesgabeln, ab dem Hector-Cover „Juodaan Vinaa” sogar ein fetter Moshpit – besser kann man in diesen Teil der Abendgestaltung wohl kaum hereinfinden.

Nicht immer toben sich die Fans im Mohpit aus, viele stehen auch immer wieder tänzelnd und im Takt nickend herum, sparen nicht mit Applaus bei „Kipumylly“, klatschen bei „Midsummer Night“ mit und belasten ihre Stimmbänder durch „Vodka“-Sprechchöre. „Den nächsten Song spielen wir zum ersten Mal, hoffentlich verkacken wir nicht“, baut Jonne schon einmal vor, doch „Uni“ lässt das Fanblut weiter hochkochen, eine wilde Tanzmeute steppt im wahrsten Sinne des Wortes über die glatte Tanzfläsche. „Come on, fuck you Korpiklaani“, heizt Jonne weiter an. „Was haltet ihr von 'Vodka'?“, will er doppeldeutig  wissen, um dann auf ein richtiges Mattenmeer zu blicken, welches sich in einem Moshpit auflöst. Am liebsten hätten die Fans nun auch „Tequila“ im direkten Nachschlag abbekommen, doch auch zu „Kennt ihr den hier“ – „Ievan Polkka“ lässt sich doch prima ausflippen, nochmals überschattet mit einem fetten Moshpit bei dem schon geforderten „Tequila“.

„Thank you Germany, we love you“, so die pathetische Ansage, bevor sie die Bühne verlassen, die sie nach kurzer Zeit eh wieder einnehmen müssen, da die Fans vehement nach einer Verlängerung trachten und diesem Wunsch verbal auch Ausdruck verleihen. Mit der „Iron Fist“-Coverversion überraschen sie mit ihrer folkigen Auslegung und auch damit, dass sie sich trotz der übersichtlichen Zahl an Fans auch noch zu weiteren Zugaben hinreißen lassen – alles gegeben, auf beiden Seiten; ein Abend, der sich dann doch für beide gelohnt hat.

Setlist:

Tuonelan Tuvilla
Tuoppi Oltta
Ruumiinmultaa
Juodaan Vinaa (Hector-Cover)
Metsämies
Midsummer Night
Kipumylly
Metsälle
Sumussa Hämärän Aamun
Vaarinpolkka
Lonkkaluut
Uni
Vodka
Ievan Polkka
Rauta
Happy Little Boozer
Tequila
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Iron Fist (Motörhead-Cover)
Wooden Pints
Pellonpekko

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