Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Korpiklaani, Metsatöll im Konzert (Essen, Januar 2013)

Metallische Folklore im Essener Turock

Metsatöll liefern einen schönen Auftakt ab

Zum Thema

Ist ja noch nicht lange her, da hatten unter anderem Korpiklaani die Fanmassen auf der Heidenfest-Tour 2012 im Griff. Umso erstaunlicher, dass heute beim Folk-Metal-Abend zusammen mit Metsatöll nur etwas mehr als 200 Fans ins Turock drängen, um sich der Vermischung aus fremdländischen folkloristischen Einlagen und harten Gitarrenwänden hinzugeben. Den Auftakt machen dabei

Metsatöll

aus dem nördlichsten Land des Baltikums, Estland. Der letzte Abstecher nach Deutschland liegt ja nun auch schon geraume Zeit zurück, damals hatten sie sich hier im Essener Turock im Vorprogramm von Finntroll vorstellen können. Diese Tour startet für den schwermetallischen Ostexport mit der nicht nur musikalischen Nähe zu finnischen Gepflogenheiten eben auch in Essen, was man schnell daran merkt, dass noch nicht alles wirklich hundertprozentig sitzt, denn einige technische Probleme (gerade, wenn es darum geht, die zahlreichen Flöten oder den Dudelsack soundlich auszuloten) verdeutlichen, dass es dann doch noch ab und zu hakt.

Ansonsten kann man durchaus von einem erfolgreichen Auftakt sprechen, denn nach dem Intro pesen die Esten frisch und unbefangen auf die Bühne und hämmern den mittlerweile knapp 150 Anwesenden das harte „Sõjasüda“ vor den Latz. Neugierig geworden, schieben sich dann auch einige Fans direkt ein wenig näher Richtung Bühne und es dauert nicht lange, bis ein paar feurig metallische Funken auch auf das Publikum überspringen, welches bei „Vaid Vaprust“ schließlich auch laut grölend und Fäuste schwingend Teil der Show wird.

Das ganz große Feuerwerk kommt allerdings nicht auf, denn weder die estnischen Inselgeschichten zu „Muhu õud“ noch das den anwesenden Frauen gewidmete „Kahjakaldad“ hauen so richtig aus dem Hocker. Besser wird da schon das von einem kleinen Moshpit begleitete „Äio“ abgefeiert, und auch „Saaremaa Vägimees“ wird mit heftigem Applaus gewürdigt.

Überhaupt: Gegen Ende der Show schaukelt sich die Stimmung deutlich mehr nach oben, was an den Songs von den beiden Erstlingsalben „Hiiekoda“ und „Terast Mis Hangund Me Hinge 10218“ liegen mag, denn bei „Sajatus“ stehen die Fans tanzend und mitklatschend mit freudig erregten Gesichtern der Band zugewandt, bei „Metsaviha 2“ schütteln gar die ersten ordentlich ihre Matten und beim Rausschmeißer „Minu Kodu“ – allerdings vom vorletzten Album „Äio“ – tauchen wieder zahlreiche Powerfäuste auf, die indes aber schnell abklingen, wenn die fistende Bühnenanimation aufhört. Schöner Auftakt mit Luft nach oben.

Setlist:

Intro
Sõjasüda
Küü
Kivine Maa
Vaid Vaprust
Muhu õud
Raiun Kui Rauda
Äio
Kahjakaldad
Rabakannel
Roju
Saaremaa Vägimees
Sajatus
Metsaviha 2
Minu Kodu

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann