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Katatonia, Cellar Darling & Wheel im Konzert (Hamburg, Mai 2019)

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Wheel aus Finnland überzeugen zwar insgesamt, erweisen sich jedoch als wenig eigenständig.

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Ganze Alben am Stück zu spielen, ist immer noch in Mode. Und warum auch nicht – bei Fans kommt es natürlich gut an, wenn sie ihre Lieblingsplatte auch live mal komplett hören können. Ihre guten Freunde Opeth haben es 2010 anlässlich des zehnten Jahrestags von „Blackwater Park“ und 2015 eine Dekade nach dem Release von „Ghost Reveries“ so gehandhabt (und dies sind natürlich nur zwei von zahlreichen Beispielen auch anderer Bands) – und auch Katatonia selbst haben bereits Erfahrung in diesem Bereich, denn 2011 führte man das damals zehn Jahre alte Klassikerwerk „Last Fair Deal Gone Down“ in seiner Gesamtheit auf der Bühne auf. Nun ist „Night Is The New Day“ an der Reihe, das sie in Deutschland dreimal zum Besten geben: Nach Köln und Berlin ist nun noch Hamburg dran.

Zweifellos ebenfalls längst ein absoluter Klassiker (damals 9,5 Punkte von meiner Wenigkeit vergeben, die auch immer noch gerechtfertigt sind) und ein Fan-Favourite, sodass dieses Vorhaben im Endeffekt nicht verwundert. Bevor die Schweden jedoch antreten, gilt es noch, zwei Vorbands abzuchecken.

Wheel

Bei dieser Truppe handelt es sich ausdrücklich NICHT um die Doomband aus NRW, die auf The-Pit.de 2010 mal eine Albumbesprechung hatte. Zum Glück nicht, denn mit Grauen erinnere ich mich an diese öde Platte und ihren furchtbar nölenden, schief singenden Frontmann. Nein, diese Wheel sind eine Band aus Finnland mit englischem Frontmann, der sogar extra für die Formation aus seiner Heimat ins Land der Tausend Seen gezogen ist.

Pünktlich um acht geht es los, die Bühne ist in dunkles Licht getaucht und die Protagonisten treten alle mit hochgezogenen Kapuzen und somit eher zurückhaltend auf; der Sound ist von Anfang an sehr differenziert, wenn auch fast schon ein wenig zu laut. Das Publikum ist für die erste Band bereits recht zahlreich vorhanden, zeigt sich in seinen Reaktionen allerdings noch relativ passiv – die wenigen Ansagen werden eher zögerlich gekontert. Dennoch bescheinigt Sänger und Gitarrist James Lascelles – ganz britischer Gentleman – den Zuschauern, „fucking amazing“ zu sein, was fraglos eine gehörige Übertreibung darstellt.

Ab der Mitte des halbstündigen Sets allerdings tauen die Fans auf, ohne gleich in Ekstase zu verfallen, und was der Vierer bietet, ist handwerklich und musikalisch auch absolut tadellos, wenngleich leider eher wenig eigenständig. Ständig hat man bei dem Sound Tool vor dem geistigen Auge, zumal Lascelles’ Stimme der von Maynard James Keenan nicht unähnlich ist. Lediglich die Lichtfrau der Band wiegt sich, während sie ihre Arbeit verrichtet, hin und her und formt mit den Lippen stumm die Lyrics mit – sie scheint unter den hier Anwesenden im Grünspan der größte Fan von Wheel (FIN) zu sein.

Mit dem letzten, nach der Band selbst benannten Track, haben die Jungs dann die wohl beste Nummer in petto – eine spannende, von hypnotischem Tribal-Drumming eingeleitete Zehn-Minuten-Achterbahnfahrt, die das Potential des Quartetts aufzeigt, das im Februar mit „Moving Backwards“ nach zuvor zwei EPs sein Debütalbum veröffentlicht hatte. Gute Band, die sich aber gerne ein bisschen von ihrem arg nach Tool tönenden Sound lösen darf, zumal die Amis dieses Jahr wohl tatsächlich den „10.000 Days“-Nachfolger herausbringen werden. Aber das glauben wir wirklich erst wenn es soweit ist…

Setlist:

Vultures
Tyrant
Where The Pieces Lie
Wheel

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