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Katatonia, Alcest, Junius im Konzert (Hamburg, Dezember 2012)

Perfekte neunzig Minuten

Postrock mit Pink-Floyd-Referenzen: Junius

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Mit „Dead End Kings“ sind Katatonia nun bereits beim neunten Studioalbum angelangt und unter der cleveren Bezeichnung „Dead Ends Of Europe 2012“ folgt natürlich auch eine Tour – heutzutage, wo man mit Platten kaum noch etwas verdienen kann, muss ohnehin mehr denn je getourt werden, um die Bandkasse zumindest auf plus/minus Null halten zu können. Es ist ein hartes Leben als Musiker, wenn man nicht gerade zum Mainstream gehört – und davon sind Katatonia trotz ihres brillanten, teils durchaus eingängigen Songwritings, das auf dem neuen Album weiter verfeinert und in Nuancen verändert wurde, allein aufgrund ihrer melancholischen Grundstimmung – zum Glück – immer noch meilenweit entfernt.
Nachdem die Schweden im November unter anderem bereits Skandinavien, Polen, Italien, Spanien und Frankreich abgegrast haben, steht im Dezember nun auch Deutschland auf dem Plan – am 5. gastiert man in Hamburg, an dem Tag, an dem in der Hansestadt das erste Mal in diesem Winter Schnee fällt. Das passt irgendwie zu Katatonia. Mit Junius und Alcest haben sich die Jungs zwei stilistisch ganz gut passende Acts ins Boot geholt, die ebenfalls schon ein paar Tonträger draußen haben.

Junius

Diese amerikanische Band gibt es immerhin auch schon seit 2003, im nächsten Jahr hat man also zehnjähriges Jubiläum. Bislang brachte das Quartett es allerdings auf lediglich zwei Full-Length-Alben, der Rest der Diskographie besteht aus zahlreichen EPs und Demos. Die letzte Langrille erschien im letzten Jahr und trägt den klangvollen Titel „Reports From The Threshold Of Death“ – und ganz eindeutig steht dieses Werk am heutigen Abend im Vordergrund, denn die Setlist setzt sich fast ausschließlich aus dieser Scheibe zusammen.

Die Mucke der Bostoner zu beschreiben, fällt nicht ganz leicht: Jede Menge Postrock steckt darin, etliche psychedelische und spacige Momente mit Pink Floyd-Referenzen – doch vor allem der schwermütig-melancholische Charakter, der über dem Ganzen schwebt, trägt letztlich maßgeblich dazu bei, weshalb Junius wie in der Einleitung erwähnt irgendwie schon zu Katatonia passen, auch wenn die Musik letztlich trotzdem ganz anders klingt. Natürlich reißt diese Art auditiver Unterhaltung nicht in dem Sinne mit, als dass die Zuschauer, von denen für die erste Vorband gar nicht mal so wenig da sind, wie wild durch die Gegend springen und sich einen abbangen, und von der fast ausschließlich statisch dastehenden Band, die kaum Ansagen vollzieht, werden sie in dieser Richtung auch nicht wirklich animiert. Vielmehr lassen sich viele offensichtlich von dem oft hypnotisch wirkenden Material einlullen und versinken in den großflächigen Klangcollagen. Mit entsprechenden Drogen wie Pilzen oder ’ner Pappe Acid wird das garantiert zum Erlebnistrip.

Setlist (ohne Gewähr):

  • Betray The Grave
  • All Shall Float
  • A Universe Without Stars
  • A Reflection On Fire
  • Transcend The Ghost
  • The Antediluvian Fire  
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"Ich empfinde Shows zu spielen immer als Privileg..."

In dieser Verfassung purer Genuss

„…das ist nicht ein aufgesetztes Metaltheater, das ist einfach Spirit, der Krokus-Spirit …“

"Metalcore ist nicht umsonst ein abgedroschener Begriff..."