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Katatonia, Agent Fresco & Vola im Konzert (Hamburg, Oktober 2016)

Großartiges letztes Deutschland-Konzert der "The Fall Of Hearts"-Tour

Bereits 2014 hatten Katatonia durch den Abgang von Langzeit-Drummer Daniel Liljekvist einen schmerzlichen Verlust zu kompensieren, der im letzten Jahr schließlich von dessen Namensvetter Daniel Moilanen aufgefangen wurde. Ob es auch an ihm liegt, dass die aktuelle Scheibe „The Fall Of Hearts“ komplexer und progressiver ausgefallen ist, kann in einem demnächst erscheinenden Interview, das der The-Pit.de-Delegierte mit den Köpfen Jonas Renkse und Anders Nyström vor der Show führte, nachgelesen werden. Eine großartige Scheibe ist das Album so oder so wieder mal geworden und es war somit eine Selbstverständlichkeit, endlich mal wieder ein Konzert der Schweden zu besuchen – zum Zeitpunkt des Hamburg-Auftritts war ein Großteil der Tour bereits absolviert, man konnte sich also auf eine bestens eingespielte Band freuen, die zudem zwei interessante Supportkapellen im Boot hat.

Vola

Mit Vola startet eine Band aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen den heutigen Abend, die ihr Debüt „Inmazes“ im letzten Jahr veröffentlicht hat und dafür sehr euphorische Reviews einheimsen konnte. Tatsächlich kombiniert der Vierer sehr clever vertracktes Riffing mit harschen Gitarren und spacige, mit opulenten Keyboardteppichen versehene Refrains, die ihre Wirkung nicht verfehlen, wie bereits das eröffnende „The Same War“ beweist. Die Stimme von Sänger und Gitarrist Asger Mygind entpuppt sich dabei als angenehm ungekünstelt, wenngleich es technisch sicherlich stärkere Frontmänner gibt.

Den Leuten gefällt das Ganze jedenfalls, offensichtlich haben viele Besucher die Rezensionen zu dem Album gelesen und sind neugierig, denn die Anzahl der Anwesenden ist für die erste Vorband nicht eben gering. Bemerkenswert auch deswegen, weil die Dänen musikalisch allenfalls sehr dezente Parallelen zum Hauptact aufweisen – das häufig Meshuggah-geprägte Riffing, das einige wohl als „Djent“ bezeichnen würden (was soll allerdings dieser Quatsch, diesen Begriff zu einem eigenen Genre hochzustilisieren?), ist dann doch auf eine ganz andere Weise progressiv als der melancholische Sound von Katatonia. Apropos: Soundmäßig müssen lediglich beim zu lauten Schlagzeug leichte Abstriche gemacht werden, aber so richtig scheint das niemanden zu tangieren. Immerhin sitzen die Gesangsharmonien von Asger und Bassist Nicolai Mogensen, der laut einer Bekannten wie Theon Greyjoy aussieht (da ist tatsächlich ein bisschen was dran…), ziemlich gut, was live auch nicht immer der Fall ist.

Nach dem äußerst aufwühlenden „Your Mind Is A Helpless Dreamer“ markiert das ruhige „Emily“, bei dem nur Gitarre und Gesang zu hören sind, eine kleine Verschnaufpause, bevor der Gig in Form von „Gutter Moon“ und dem schleppenden, dank der atmosphärischen Keyboards dennoch irgendwie schwebenden „Stray The Skies“ ein Ende findet. Vola haben sich hier gut präsentiert und mit Sicherheit neue Fans hinzugewonnen.

Setlist:

The Same War
Starburn
Owls
Your Mind Is A Helpless Dreamer
Emily
Gutter Moon
Stray The Skies

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