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KadavriK, The Last Hangmen, Außerwelt & Axolotl im Konzert (Oberhausen, Juli 2015)

Grimm-CD-Release-Show bei wenig märchenhaften Temperaturen

KadavriK und kein Hitzefrei

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KadavriK

Bei den Gastgebern KadavriK sind dann endlich alle zahlenden Gäste vor Ort, die Stimmung steigert sich schon im Intro, welches mit zahlreichen Powerfäusten begrüßt wird, auch wenn die Temperaturen wenig märchenhaft sind. Durchhalten ist da die Devise, egal wie, auch wenn auf der Bühne der Gradmesser noch ein paar Zehnerstufen höher scheint als vor der Bühne.
„Dankeschön, wir sind KadavriK aus Wesel“, schreit Frontmann Niklas heraus.

Im Fokus steht natürlich das gerade erst veröffentlichte vierte Studioalbum „Grimm I & II“, die ersten drei Songs gehören somit erst einmal komplett der Neuzeit. Wer schon auf dem Evil Horde Metalfest 2015 zugegen war, hatte dort die Gelegenheit, auch live neues Material zu hören, wie intensiv sich aber das chaotisch wirkende „Ruins“ in die Gehörgänge schraubt, ist schon aller Ehren wert.

Ist der Applaus durchgehend gut, so überraschen bei „Rußgeschwärzt“ gleich mehrere Headbanger in der ersten Reihe mit dauerhaftem Rotationseinsatz und Hitzeresistenz. Bassist Oliver will wissen, wie es dem Publikum geht, erntet aber eher ein ermattetes „Yeah“, was das Quintett allerdings nicht daran hindert, auf der Bühne Vollgas ohne Ende zu geben; egal ob Propeller oder volle Körperspannung im Gesang – hier wuchern die Weseler mit ordentlich atmophärischen Black-Metal-Pfunden.

Tief in die emotionale KaravriK-Kiste greifen sie dann mit dem hoch bedeutungsschwangeren „On The Edge To Loose It All“, worin Fronter Niklas den frühen Tod seiner Freundin verarbeitet hat – hier sei der persönliche Einwurf gestattet, dass nur wenige Songs eine dermaßen dicke Gänsepelle bei mir hervorrufen können; zumindest eine schöne Erfahrung, die Trauer gemeinsam durchleben zu dürfen.

„Ist euch nicht warm?“, will Niklas anschließend wissen, die Fans antworten mit lautstarken „heiß“-Rufen und geizen auch nicht mit Applaus für den mit Lob überschütteten Predi, denn KadavriK bezeichnen das Helvete durchaus als zweites Wohnzimmer. Mit „Legacy“ und „Adiposit Obstipation“ sind wir dann eigentlich schon in der Zugabe, die Fans geben nochmals alles und auch wenn schon längst die Haare nur noch an der Kopfhaut kleben, so wird bei der ungeplanten Dreingabe „Icecold Winter's Grave“ sogar zum wiederholten Mal die Birne heftig gewirbelt.

Setlist:

Wither Away
All The World But One
Ruins
Rußgeschwärzt
Die Flut sind wir
Lords
Voids
Open Wounds In Salted Sea
Helix
On The Edge To Loose It All
Legacy
Adiposit Obstipation
Icecold Winter's Grave

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