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Kadavar, Travelin Jack im Konzert (Münster, Dezember 2017)

Statement für den Rock’n’Roll

Scheinen einige Fans dazugewonnen zu haben: Travelin Jack.

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Zum Ende des Jahres legen die beiden großartigen Berliner Rockbands Kadavar (Ger) und Travelin Jack noch einen Stopp in Münster ein. Es ist Freitag, die Sputnikhalle ist sehr gut gefüllt und in den ersten Reihen vor der Bühne drängen sich schon vor Beginn der Show jede Menge Fans. Das Publikum ist dabei angenehm gemischt: Vom lederjackentragenden Mitfünfziger bis zum Collegejackenstudenten ist alles vertreten, was sich auch nur entfernt für Rockmusik begeistern kann.

Travelin Jack

Mit dem neuen Album „Commencing Countdown“ haben Travelin Jack nach dem starken Debüt „New World“ nochmal einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen des Autors an den Auftritt.

Optisch stimmt schon mal alles. Verglichen zu früheren Auftritten wurde der Glam-Anteil etwas zurückgefahren, aber gerade deswegen setzt das Makeup à la Ziggy Stardust sehr schöne Akzente und die Plateauschuhe von Sängerin Alia sehen ohnehin aus wie direkt aus einem 70er-Science-Fiction-Film. Bereits der Opener „Cold Blood“ lässt ahnen, dass der heutige Abend ein guter werden wird. Die Band ist perfekt eingespielt und zelebriert mit unfassbarer Lässigkeit und Spielfreude ihren 70er Hard-Rock im Stil von Thin Lizzy oder Deep Purple.

Der Sound vor der Bühne ist sehr transparent, druckvoll und kommt ohne übertriebenen Lautstärkepegel aus. Die Menge vor der Bühne geht vom ersten Akkord an steil und obwohl die meisten Leute wahrscheinlich wegen Kadavar hier sind wird nach jedem Song frenetisch gejubelt. Und das durchaus zu Recht. Songs wie „Madness“, „Keep on Running“ oder „Land of the River” sind auch live einfach bärenstark, vor allem wenn man bedenkt, dass Travelin Jack erst seit drei Jahren existieren.

Und so wird fleißig gepost, soliert und eine Dreiviertelstunde lang Rock’n’Roll in Reinform zelebriert. Später macht Bassist Steve zu einem Cover von The Stooges noch einen Ausflug ins Publikum, was die Menge nochmal zum Ausrasten bringt. Der Übersong „Time“ bildet den Abschluss des Auftrittes und nach dem Gedränge am Merchstand zu urteilen, scheinen die Berliner einige Fans dazugewonnen zu haben.

Setlist:

1. Cold Blood
2. Metropolis
3. Home Sweet Home
4. Keep on Running
5. Black Tree
6. The Stooges Cover
7. Land of the River
8. Madness
9. Time

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