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John Garcia & White Miles im Konzert (Köln, Juni 2015)

Kleinere Brötchen und Hitzestau

White Miles sind als Duo unterwegs

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Wenn man doch an einem Dienstagabend per se einfach vor sich hinschwitzt, dann kann man doch auch ein wenig Spaß dabei haben – das denken sich auch gut 400 Stoner-Fans, die den Weg ins Kölner Underground nehmen, um dort sich vom aktuellen John Garcia-Livetatbestand zu überzeugen – bereut haben sie es definitiv nicht, auch wenn die Luft nahe der Feuchtigkeitssättigungsgrenze rangiert. Ersten Anteil am Wohlfühlprogramm haben die Opener

White Miles

aus Österreich, und nicht wie ihrer Facebook-Seite zu entnehmen Madagaskar – der österreichische Dialekt von Frontfrau und Gitarristin Medina ist doch zu allerliebst. Die Band ist eh schnell vorgestellt, denn mit Lofi ist noch ein Drummer dabei, und das war es dann auch schon... ungewöhnlich, ein Duo sieht man nicht alle Tage.

Letztes Jahr waren sie schon mit den Truckfighters auf Tour, dieses Jahr dürfen sie nun John Garcia begleiten; echt charmant, wie sie sich für diese Möglichkeit bedanken. Doch von ungefähr kommen diese Supports nicht, denn was das Duo da schweißtreibend auf die Bühne zaubert, ist aller Ehren wert, vor allem, weil sie soviel Platz auf der Bühne eben auch stemmen und dafür trotz der tropischen Temperaturen vollen Körpereinsatz zeigen müssen. Die kleine Medina steppt immer wieder quer über die komplette Bühnenbreite und wird nur durch das Schlagzeug rechts gebremst, wo Lofi headbangend einen deutlichen Augenanziehungspunkt ausmacht und im letzten Drittel durchaus erkennen lässt, dass sie hier wirklich alles geben, um die Show durchzustehen.

Das Publikum derweil bleibt erst einmal auf respektvollem Abstand, gut 150 dürften sich schon in der Halle tummeln, gar nicht mal geizig, was den Applaus angeht, einige fangen sogar an, sich langsam dem Takt im Wiegeschritt hinzugeben. „Schön, dass ihr alle da seid“, so Medina, die schon nach „In The Mirror“ wie gebadet ausschaut und entgegen der noch etwas „züchtigeren“ Tour letztes Jahr deutlich mehr in ihrem Bikini und der veränderten Frisur als Rockerbraut durchgeht. „Ich hoffe, ihr habts alle was zu trinken“, ösidialektslangt sie in ihren kurzen Ansagen, immer einmal Zeit, kurz tief durchzuschaufen, bevor sie dann wieder ordentlich Meter macht, beim Solo vor der Box kniet oder wie bei „Into Your Spell“ ins Publikum hüpft – ganz großes Duo-Kino mit Stoner-Fuzz-Blues-Rock-Herz.

Setlist:

Can't Stop
In The Mirror
A Good Pennyworth
Crazy Horse
Insane To The Bone
A
Into Your Spell

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