Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

John Garcia, Bellhound Choir im Konzert (Bochum, Dezember 2015)

Wohnzimmer-Atmosphäre und Fannähe

Christian Hede Madsen möchte nur erzählen

Zum Thema

Nicht das erste Akustik-Konzert im Rockpalast, aber definitiv eines der Highlights hier in Bochum überhaupt: John Garcia gab es ja schon mit Strom im Sommer im gut besuchten Kölner Underground, dieses Mal mit fein ausstaffierter Bühne im Akustikgewand – kommunikativ, Fan-nah; erlesene Songs und ein begeistertes Publikum runden den Abend ab. Und nicht unwesentlich ist am Gelingen auch

Bellhound Choir

beteiligt, wobei sich dahinter ein Ein-Mann-Projekt von Christian Hede Madsen steckt, den vielleicht noch ein paar von der dänischen Stoner-Band Pet The Preacher her kennen, die sich erst kürzlich im August auflösten.
Geboten wird also eine Ein-Mann-Country-Rock'n'Blues-Mischung, die meisten Songs des heutigen Abends sind auch auf der „Stray Screech Beast“-Scheiblette zu finden. Christian wirkt dabei zurückhaltend, manchmal gar introvertiert, dabei aber auch immer emotional stark eingebunden und angespannt, die Songs fließen direkt aus seiner Persönlichkeit in die Klampfenfinger und sorgen so für eine kurzweilige Überraschung, denn ganz sicher dürften die Anwesenden zu annähernd hundert Prozent komplett bei Bellhound Choir unbeschlagen sein.

Und so ganz nebenbei geht er auch sehr bescheiden auf das Publikum zu. „Von mir ein brandneuer Song, ich hoffe, das macht euch nichts“, so seine defensive Ansage zu „On Your Own“, zu der folgenden Nummer „Good Life“ haucht er ein „Da gibt es eine Sache, die ich euch erzählen möchte, hört mal bitte zu“ ins Mikrofon – und ja, die Anwesenden hören zu und halten sich dann auch nicht mit Applaus zurück.

„Ist für mich auch neu, nicht nur der nächste Song, sondern die Beziehung zu euch“, schmeichelt Christian auf sympathische Art und Weise vor „Slow Pain“ weiter, was dann auch hier einmal mehr mit ordentlichen Applaus belohnt wird. Und auch wenn er nur wenig Zeit hat, so reicht es auch weiterhin für Ansagen der Marke „Ist irre mit euch“, denn augenscheinlich hat der Einzelkämpfer mit so viel positiver Rückmeldung nicht gerechnet. „Ich hab noch Zeit für einen Song?“, fragt er am Ende dann ein wenig erstaunt und kündigt noch eine kurze Nummer an – kurzweilig heißt dann das Fazit der abendlichen Eröffnung.

Setlist:

Selfloathing
Last Tank
On Your Own
Good Life
Slow Pain
Distant Horizon
God's Home
Bless Me
Trails Of You

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus