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John Diva & The Rockets Of Love, Cryptic Lane, JAHM! im Konzert (Lünen, November 2014)

Deutlicher Punktesieg für Coverversionen

Eigentlich bietet sich solch ein Abend wie heute in Lünen perfekt für eine Grundsatzdiskussion an, denn es ist doch erstaunlich, wie viele Leute bereit sind, sich als Headliner eine Coverband anzusehen bzw. -hören – da dürfte so manche Rock- und Metaltruppe schon fast eifersüchtig dreinschauen, denn Selbstgemachtes steht nicht so hoch im Kurs. Egal, die Stimmung im Lükaz ist einmal mehr recht prächtig, immerhin 225 zahlende Gäste haben sich eingefunden, genau an jenem Abend, der in den letzten Jahren immer durch eine Axxis-Show ausgefüllt war. Nun gut, dieses Jahr wird das Programm anders gestaltet, und als erstes liegt es an

JAHM!

aus Unna, die bei ihrem „Quasi“-Heimspiel sogar schon auf eigene Fans setzen können. Das lässt sich ja schon gut an, auch wenn wie gewohnt die Distanz der Fans zur Bühne einfach nicht oder nur unwesentlich aufgeknackt wird. Die noch junge Truppe lässt sich augenscheinlich nicht davon beeindrucken, bedankt sich lieber nach dem eröffnenden Doppelpack artig für die Möglichkeit, hier spielen zu können und liefert dann lieber ein paar weitere Indie-Rock-Eigenkreationen, die allesamt auf dem Debüt „Come Out And Play“ zu finden sind, im Pfuhl irgendwo zwischen The Cranberries und U2 ab.

Ist der Applaus zu Beginn gut, aber noch übersichtlich, so können JAHM! das Stimmungsbarometer durchaus noch nach oben schrauben, am besten können sie beim heutigen Publikum mit „With You“ punkten. Showtechnisch dürfen sie dagegen von allein noch etwas zulegen, vielleicht die eine oder andere animierende Ansage mehr platzieren, wobei – zugestanden – diese lässige Art des Understatements sehr sympathisch wirkt, was ihnen dann auch so manches „Schulterklopfen“ nach der Show einbringt. Kurze Ansagen, viel Platz für Musik, vielleicht eine Spur zu ruhig für die Coverrockfans, die ja heute noch auf eher bratenden Gitarren warten, und dennoch eine positive Bilanz – der Start in den Abend ist doch schon sehr gefällig.

Setlist:

Where Do You Go
The Empty Armchair
What She’s Longing For
Come Out And Play
Between The Lines
We Are So
With You
My Darkest Dreams

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