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Jex Thoth, Gloryful, Axolotl im Konzert (Oberhausen, Mai 2013)

Variantenreicher Abend vom Todesgebräu über Powerwahn bis zur psychedelischen Reise

Von Festivals ist man es ja gewohnt, dass unterschiedliche Musikstile bzw. -genres für Abwechslung sorgen. Bei einer kleinen Clubshow mit gerade einmal drei Bands stellt das noch immer die Ausnahme dar. Mit Axolotl als Opener wird durchweg die härtere Death/ Thrash/ Black-Schiene bedient, Gloryful bei ihrer CD-Releaseshow frönen dem Power Metal und Jex Thoth als Headliner sind im weiten Umfeld des Psychedelic Rock anzusiedeln – da muss der Fan also schon reichlich „open minded“ für diesen Abend in der Oberhausener Helvete sein.

Axolotl

Die Gelsenkirchener Axolotl fahren im Gegensatz zu den anderen Bands ein deutlich derberes Brett und kredenzen eine Mischung irgendwo aus Melodic Death Metal, Thrash und sicherlich auch einer Prise Schwarzwurzelmetall. Seit Mitte Februar 2013 haben sie mit „Teutonic Invaders“ ihr Debüt draußen, welches sie schon erfolgreich in diversen Shows vorgestellt haben.

Heute Abend aber müssen sie sich einem komplett genrefremden Publikum stellen, was sie aber nicht zurückschreckt, einmal mehr einfach nur Vollgas zu geben und erst einmal die ersten beiden Songs „Essence Of Freedom“ und „Wielder Of Tranquillity“ durchzurocken. Zügig füllt sich der Helvetekeller und schnell bei einer Rückfrage an der Kasse sind schon früh gut 100 Fans vor Ort, die aber mit gehörigem Abstand zur Bühne eher distanziert das Treiben dort oben beobachten. „Unser nächster Song ist uralt, so uralt, dass er fünf Jahre alt ist“, kalauert Frontschreihals Matthias und kündigt das von der ersten Demo her bekannte „The Inverted Cross“ an, womit sie erstmals nennenswerten Applaus abstauben können.

Was die junge Truppe an Spielfreude aufbringt, wird allerdings ein wenig durch den miesen Sound kaputtgemacht, doch dieses Mal liegt die Schuld nicht beim Knöpfchendreher, denn dieser muss schulterzuckend erklären, dass bereits alle Kanäle des Mischpults durch Jex Thoth belegt sind, was für Axolotl nur bedingt ordentliche Verhältnisse hervorbringt. „Das ist ein ganz besonderer Abend“, lässt Matthias unter dem Hinweis verlauten, dass wohl nur selten drei komplett unterschiedliche Bands auf der Bühne stehen.

„Your Own Psycho“ wird dem am vorigen Tage verschiedenen Ray Manzarek mit einem „wir halten dein Orgelspiel in Ehren“ gewidmet, der kurze Aussetzer des Tieftöners wird mit einem freundschaftlichen „wir könnten ihm das verzeihen, wenn er ein netter Mensch wäre“ verhöhnt (Kandidat für die Ansage des Jahres; Anm.d.Red.) und bei „Passion Possession“ blitzen endlich auch Powerfäuste auf. Erst kurz vor Schluss wird das Publikum dann richtig warm und beim Rausschmeißer „Teutonic Invaders“ sind sogar einige mit Matte fliegen lassen beschäftigt – gelungener Gig vor genrefremden Publikum, schade nur, dass sie Venoms „Witching Hour“ nicht mehr bringen.

Setlist:

Intro
Essence Of Freedom
Wielder Of Tranquillity
The Inverted Cross
…Of Nocturnal Hearts
Grave New World
Winning Madness
Your Own Psycho
Warriors Of A Tousand Fires
Passion Possession
Teutonic Invaders

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