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J.B.O. und King Kongs Deoroller im Konzert (Bochum, Dezember 2015)

Explizite Lyrik in rosarot mit Geschenken

King Kongs Deoroller-Frontmann Kiedl in seinem Testbild-Anzug

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Ein besonderer Abend an diesem Sonntag direkt nach den weihnachtlichen Völletagen, und die Bescherung ist noch nicht zu Ende. Alle KonzertgängerInnen bekommen am Eingang einen Flyer in die Hand gedrückt, den sie gegen eine Gratis-CD am Merchstand eintauschen können – dort liegt dann tatsächlich auch eine größere Auswahl bereit. Präsent Nummer zwei ist dann ganz sicher die komplette „Explizite Lyrik“-Scheibe, die nämlich zum 20jährigen Jubiläum in voller Pracht live dargeboten wird. Als Opener sind die Süddeutschen King Kongs Deoroller mit an Bord, die auch nächstes Jahr auf der Tour noch mit von der Partie sein werden.

King Kongs Deoroller

Wer als Support für J.B.O. nicht komplett untergehen will, muss schon eine Spur mehr als nur verrückt sein und eine Menge Humor auch über sich selbst gepachtet haben. Mit King Kongs Deoroller liegen sie dann zumindest vom Namen her schon nicht falsch, bleibt nur zu hoffen, dass hier keine stumpfe Fun-Punk-Rock-Kapelle einen auf gezwungen lustig macht und so mit den Headliner-Schotenreißern mithalten will.

Deutsch-Rock, dort verorten sich die Heilbronner schnell selbst, und dass sie auch über eine eigene Form von Humor verfügen, macht dann dann besonders Gitarrist und Sänger Kiedl mit seinem Fernseh-Testbild-Anzug auch schon optisch deutlich – für die einen vielleicht der absolute Augenkrebsförderer, andere wiederum sind vom Outfit schwerst angetan und dürften sich in den nächsten Tagen mit einer Anschaffung beschäftigen.

Ganz der Supporterrolle gerecht versuchen die Süddeutschen dann auch alles, das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen. „Wir brauchen eure Hände“, so dann Kiedl schon früh zu „Gute Besserung“, nachdem er allen mitgeteilt hat, wie beeindruckt man doch vom Backstagebereich sei, weil man dort sehen kann, wer denn hier in der Zeche schon alles gespielt hat. Beim Mitklatschen lassen sie auch nicht mehr locker, animieren mit recht beachtlichem Erfolg das sonst häufig so träge Publikum und auch ein paar Schoten sorgen für den einen oder anderen Schmunzler, so richtig Erfolg aber können sie dann mit dem balladeskeren „Immer nur ficken“ und dem knackigeren „Claus Hipp“ einfahren, wobei sie natürlich nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass im entsprechenden Videoclip „Sexprominenz“ der Marke Micaela Schäfer mitgewirkt hat – ballermannisierte Erotisierung zieht leider halt irgendwie immer und kratzt nur allzu gerne an  klischeestilisierter Oberflächlichkeit und stereotyper Doppeldeutigkeit. Zumindest bei den angereisten The-Pit.de-Redaktionsmitgliedern stellt man sich solch Aktionen dann doch eher aufs Abstellgleis.

Setlist:

Prost Neujahr
Gute Besserung
Rockstar
Klassentreffen
Immer nur ficken
Claus Hipp
Mein bester Freund
Es ist Zeit

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