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J.B.O., Double Crush Syndrome im Konzert (Essen, April 2014)

„Was ihr wollt“-Jubiläumstour vor voller Hütte

Double Crush Syndrome können das Publikum in Essen überzeugen

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Egal, wie häufig J.B.O. auch in den Pott pilgern und süddeutsches Gedankengut ins Ruhrgebiet einbringen, die Fans sind zahlreich zu Stelle, feiern ausgelassen, krönen sich irgendwie selbst und dadurch auch die Band, ein Abend voller Blödelei, metallischer Songs, Wortwitz, Schlüpfrigkeiten und sportlicher Aktivitäten. Einen richtig guten Start in den Abend verpassen dabei die noch recht neuen

Double Crush Syndrome

Seit gut einem Jahr gibt es nun das Mülheimer Trio Double Crush Syndrome, welches schon auch nach wenigen Monaten das Debüt „The You Filter“ veröffentlichte. Seit dem Debütgig im Juli 2013 hatten die drei schon zahlreiche Shows hingelegt, und auch auf der Tour mit den Spaßbarden J.B.O. werden sie vom Publikum allerorts angefeiert.

So sieht das auch heute hier in Essen aus, wobei Frontmann Andy Brings, der Rock- und Metalszene durch seine Engagements bei Sodom, Powergod oder auch The Traceelords bekannt, kurz nach der Show zu verstehen gibt, dass es heute eigentlich die schlechteste Show der bisherigen Tour sei. Da kann man durchaus die Augenbrauen verwundert hochziehen, werden die Drei doch nach der üblichen anfänglichen Skepsis herzlich in der Zeche Carl empfangen, was bei dem typischen J.B.O.-Publikum nicht unbedingt einfach ist. Zugute dürfte da aber kommen, dass sich Andy wie der Iggy Pop aus dem Pott als Rampensau entpuppt und das Publikum mit zahlreichen lockeren Ansagen zu überzeugen weiß. „Ich liebe euch“, entlässt er mehr als einmal, toppt das mit einem „Können sich die Mädels auf mich konzentrieren?“, um so vielleicht auch ein Stückchen Zuneigung abzubekommen, kokettiert er doch ganz gerne damit, dass die Herren der Schöpfung eh nur ihre Augen für die Bassistin Aurora mit den Hotpants, dem ausladenden Dekolleté und der J.B.O.-Blickfangschnalle hätten.

Aber auch musikalisch können sie mit ihrem Punk’n’Roll überzeugen, die Rolle als Anheizer haben sie eh komplett intus, was sie mit „Die For Rock’n’Roll“ insofern nochmals unterstreichen, indem die Fans mit „We die for J.B.O.“-Gesängen eingebunden werden. Das kommt gut an, die Fans klatschen fleißig mit, fetter Applaus begleitet die Songs eh schon seit dem eröffnenden Dreierpack. „Ich komme nach zwanzig Jahren nach Hause“, so Andy voller Stolz über die Show in der Kultstätte Zeche Carl, macht einen kurzen Ausflug auf den kleinen seitlichen Balkon und lässt sich zu Recht für heute feiern. Am Schluss stehen sie dann zu dritt im Fotograben und klatschen die ersten Reihen ab. Gelungener Auftakt des Abends, fehlt nur noch der Run auf den Merchstand, an dem Andy völlig verschwitzt schon wenige Minuten nach der Show anzutreffen ist. Der alte Werbefuchs weiß, was man den Fans bieten muss.

Setlist:

She’s A Pistol
We Cannot Be Ruled
Refuse To Kiss Ass
Yeah! Pain!
I’m In Love With You
Blood On My Shirt
With Me
Fuck You Is My Answer
Die For Rock’n’Roll
Tonight

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