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Iron Kobra, Cherokee, Tension & Spiker im Konzert (Oberhausen, Mai 2018)

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei

Spiker liefern einen deutschsprachigen Auftakt

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Insider-Witze sind schon seltsam, zumal hier auch ein bisschen schwarzer Humor gleich als Statement gegen falsche Berichterstattung herhält – und so wird der Iron Kobra-Abend dem gerade verstorbenen Michael Schumacher gewidmet. Nur: Der Kerl weilt noch unter den Lebenden, die Schumi-Chose kommt als Export vom Raging Death Date. Egal, knapp 150 Fans haben sich diesen Mittwochabend vor „Daddyday“ ins Helvete eingefunden, dabei scheint der Abend mit einem „Deutsch ist in“ übertitelt zu sein: Spiker, Tension (GER) sowie Cherokee sind aufstrebende Truppen aus Good Old Dschörmanie, aber so ganz ohne „Germany first“-Allüren.

Spiker

Den Auftakt vor einer schon früh ansehnlichen Fanmenge liefern Spiker aus dem Pott – schon letztes Jahr konnten wir von The-Pit.de einen ihrer ersten Auftritte, damals noch als Support für Erazor im Essener Don't Panic, portraitieren. Schnell wird auch eines klar: Die Truppe hat an ihren Livequalitäten gefeilt, Frontmann Julian ist zwar noch immer nicht ganz sauber dabei, aber darum geht es irgendwie auch gar nicht wirklich, vielmehr rocken sie weiterhin mit deutschen Texten und huldigen auf „kauzige“ Art und Weise – Formel 1, Biest und Booster lassen grüßen.

Schade nur, dass sich das Publikum durchaus applausscheu zeigt, was sich bis auf wenige Ausnahmen den ganzen Abend hindurchzieht. Aber sie bleiben eben auch vor der Bühne stehen; endlich mal hier ein Fansupport, wie er sich gebührt: Wenigstens zuhören. „Vielen Dank“, haut Julian dann auch gar nicht mehr so schüchtern in die Runde und kündigt mit „Ich will frei sein“ eine Nummer über das „aus dem gewohnten Umfeld abhauen“ an, was auch den bisher besten Applaus einheimst, der etwas später eigentlich nur noch bei „Saufen an der Meile“ übertroffen wird. „Ihr wisst, saufen schadet der Leber, danach kommt ihr ins Krankenhaus“, so die Belehrung mit dem Hinweis, dass eben am Ende nur noch „Der Sensenmann“ die Lösung aller Probleme bedeutet – das Leben ist eben ein einziges Sterben. Der Song selbst wird es auch auf das Album schaffen – dieses Jahr wollen sie da also noch ran, so im Nachgang Gitarrist Hobie (ex-Eure Erben) in der Umbaupause.

Auffällig ist, dass Julian schon recht unaufgeregt durch das abendliche Spiker-Programm führt und immer wieder ein paar Erläuterungen zu den Songs einbaut, sich nach „Rockmanie“ auch nicht durch einen Zugabe-Ruf aus der Ruhe bringen lässt, allerdings ein bisschen arg schief bei „Kiste Bier“ liegt. „Einen Song haben wir noch, dann ist aber Schluss“, so er dann unmissverständlich und kündigt mit „Heavy Metal Macht“ einen weiteren guten Rocksong an. Ende gut, alles gut.

Setlist:

Der Straßenblitz
Rock der bringt's
Ich will frei sein
Saufen an der Meile
Der Sensenmann
Teufelskreis
Rockmanie
Kiste Bier
Heavy Metal Macht

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