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Iron Forces Thrashfest Vol.1

Frankenhölle für die Luise

Indikator haben noch reichlich Luft nach oben

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Der noch kleine, rührige „Iron Forces HMFC“ aus Nürnberg macht Nägel mit Köppen und traut sich die Organisation seines ersten Thrashfests zu – und das auch noch gelungen und erfolgreich, denn am Ende tummeln sich gut 150 zahlende Gäste in der Luise herum. Und irgendwie scheint das Gros der Anwesenden reichlich ausgehungert, was die Liveverköstigung betrifft, denn schon zum Opener kann sich die Zuschauerzahl richtig sehen lassen. Mit Indikator und Paxtilence haben zwei lokale Bands die Möglichkeit, sich vorzustellen, Slaughter Command kommen aus Ingolstadt und haben den Mantel von Lokalkolorit deutlich abgestreift. Als Headliner beim ersten Iron Forces Thrashfest sind die Altenessener Urgesteine Darkness mit an Bord.

Indikator

Während bei so vielen Thrashkonzerten und -festivals der Openerposten eine mehr als undankbare Aufgabe darstellt, scheint sich die Nürnberger Szene zumindest heute Abend ganz anders aufzustellen, denn am Ende dürfen sich die Lokalmatadoren Indikator schon wie kleine Metalhelden fühlen, schaffen sie es doch, mit durchschnittlichem Aufwand maximalen Erfolg zu erzielen. Sehr unbedarft, so schon der Eindruck beim kurzen Soundcheck, da flimmert die Luft doch noch arg vor fehlender Erfahrung und am Ende des Sets auch leider vor unreifer Mucke.

Die Fanschar, die im Gros aus eigenen Freunden und Bekannten besteht, feiert schon beim Opener mit ausgelassener Stimmung. Richtig gefällig wird es dann auch, wenn das Quartett recht fix losscheppert und der Rumpelcharme durch die Timingschwankungen schon ein wenig „das wird schon“-Vertrauen abverlangt, doch spätestens in den ruhigen Gesangspassagen sind die gesanglichen Defizite von Gitarrist und Sänger Mächtl nicht mehr zu kaschieren oder auch schön zu reden.

Hört sich nicht wirklich prickelnd an, die positive Stimmung aber heute Abend in der Luise gaukelt ein wenig was anderes vor, denn schon ab „F.UCK“ stehen die ersten FestivalbesucherInnen mit der Powerfaust vor der Bühne und sorgen so für erste ausgelassene Festivalstimmung. „Nächster Song handelt von Menschen, die dumm sind“, so Frontmann und zockt gleich die ersten Takte von „Dumb“ an. Unfertiges muss man auch mal geschickt verbalisieren, und genau das machen Indikator mit dem folgenden „Technosong“, der bisher nur als Arbeitstitel steht und als Instrumental dargeboten wird, weil der Text noch in den Sternen steht, genauso wie etwas später beim Rausschmeißer „Einführungssong“. Die Fans grölen mehr als dass sie applaudieren, da können sich Indikator nicht beschweren, und mit „Kill The Thieves“ haben sie dann auch einen lokalen Bringer in der Hinterhand, denn da gehen die Fans nochmals ordentlich aus sich raus und powerfisten, was das Zeug hält.

Am Ende stellt Sänger Mächtl dann noch die Band vor, der richtig ordentliche Applaus ist mehr für den Mut als für die musikalische Darbietung bestimmt, doch was das Stageacting betrifft, da ist noch mehr als reichlich Luft nach oben. Hier sind dringend noch sehr viele Übungsstunden im Proberaum nötig, um sich auf einen nächsten Gig vorzubereiten, denn am Ende würde auch das Verschenken der Demo, die man für eine kleine freiwillige Spende abgreifen kann, keine neuen Fans über die Wohlfühlzone Nürnberg hinaus anlocken.

Setlist:

Intro
Bomb Of Death
F.UCK
Dumb
Technosong
Carcrash
Kill The Thieves
Einführungssong (Unnamed)

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