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Insomnium, The Black Dahlia Murder & Stam1na im Konzert (Hamburg, Dezember 2019)

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

The Black Dahlia Murder

Auch bei den Amis bleibt es voll, aber diese Kerle sind ja weiß Gott keine ganz Unbekannten mehr, im Gegenteil: Auch sie sind wie Stam1na bei ihrem achten Studioalbum angelangt, welches 2017 herauskam und den Titel „Nightbringers“ trägt. Allem Anschein nach ist man sehr zufrieden mit der Scheibe, kommen davon doch gleich sechs Songs zum Zuge. Insgesamt ballern die Detroiter 13 Stücke in 45 Minuten ins Rund und sorgen für eine Zerstörungsorgie allererster Güte. Als Fronter Trevor Strnad sich nach den ersten vier Abrissbirnen, die ohne Gnade allesamt viehisch in die Fresse schlagen, erkundigt, wer die Band noch nie gesehen hat (wobei einige Hände nach oben gehen) und fragt, ob man eine gute Zeit hätte, sind die Reaktionen zwar noch ausbaufähig, aber alsbald hat der Hüne alles im Griff und ihm schwappt ein Meer an Pommesgabeln entgegen.

Besonders bei den tempomäßig etwas gemäßigteren Stücken, die eher grooven, wie dem marschierenden „Warborn“, dem überraschend eingängigem Titeltrack des aktuellen Albums oder dem treibenden „Kings Of The Nightworld“ sind hundertfach Hey-Rufe zu vernehmen und auf und ab nickende Rüben zu sehen, mit entsprechenden Gesten von einem sich die Seele aus dem Leib kreischenden und growlenden Frontmann dirigiert. Dieser teilt sich die Ansagen mit Rhythmusgitarrist Brian Eschbach, wobei mit F-Wörtern selbstverständlich nicht gegeizt wird. Hinweise auf den Merchstand müssen auch hier sein, genau wie ein Dank an die anderen beiden Bands – man sei trotzdem „nur ein bisschen traurig“, dass nach diesem Abend nur noch zwei Konzerte zu zocken seien, bevor es wieder nach Hause geht.

Für den letzten Song „Deathmask Divine“ fordert Strnad, wo die Stimmung inzwischen eh auf einem guten Level angekommen ist, schließlich als Krönung einen Circlepit, den er zwar auch bekommt, der allerdings genauso schnell wieder verpufft. Was soll’s, abgeräumt haben The Black Dahlia Murder dennoch zweifellos nach allen Regeln der Kunst; es ist schon imposant, wie sie ihre Vision von Death Metal zelebrieren, der bei aller technischen Finesse und kompromissloser Brutalität stets Platz für Groove und versteckte Melodien bietet. Einziger kleiner Wermutstropfen: Obwohl man mit dem Sound alles in allem leben kann, gehen die spektakulären Soli von Teufelsgitarrist Brandon Ellis hier und da ein wenig unter und hätten lauter sein dürfen.  

Setlist:

Widowmaker
Jars
Contagion
Miasma
Matriarch
Warborn
What A Horrible Night To Have A Curse
Nightbringers
As Good As Dead
On Stirring Seas Of Salted Blood
Kings Of The Nightworld
Everything Went Black
Deathmask Divine

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