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Insomnium, Ghost Brigade, Harasai, Wounded Entrails im Konzert (Bochum, Mai 2010)

Ein intensives Konzert, vollgepackt mit finnischer Melancholie

Harasai brachten ihren Death Metal auf den Punkt

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Einen stimmungs- und gefühlvollen Abend erwarten die Besucher von Metalkonzerten in der Regel eher weniger. Sicherlich wird von allen Bands erwartet, Leidenschaft auszustrahlen, doch das, was heute Abend folgen wird, ist anders, intensiver. Die beiden finnischen Bands Insomnium und Ghost Brigade werden die Verursacher eines äußerst mitreißenden Konzerts in der Bochumer Matrix sein.

Wounded Entrails

Bevor es jedoch Gänsehaut gibt, legen die beiden Supportacts Wounded Entrails und Harasai mit etwas härteren Tönen los. Vor allem der abgehetzte Opener Wounded Entrails bietet mit seinen Core-Klängen ein starkes Kontrastprogramm zu den beiden Headlinern. Dessen ist sich auch Front-Shouter Tobi durchaus bewusst, und begrüßt das Publikum mit den Worten "Jetzt habt ihr euch bestimmt gefragt, was da für Core-Idioten auf die Bühne kommen. Aber keine Sorge, so schlimm wird es nicht." Damit behält Tobi auch recht. Zwar ist der Applaus spärlich und eher höflicher Natur, jedoch sollte auch bedacht werden, dass die Zuschauer des heutigen Abends weniger in die Matrix gekommen sind, um Core zu hören.

Drei Dinge fallen heute Abend bei dem Gig von Wounded Entrails besonders stark auf. Zum einen ist das, schon bevor die Band die Bühne betritt, das Schlagzeug, das zugleich als Backdrop-Halter missbraucht wird, und auf dem zwei Streifen Klebeband prangen, die kreativ und mehr oder weniger sichtbar für alle, mit dem Bandnamen versehen sind. Zum anderen ist das der offenbare Mitteilungsbedarf von Tobi, der zwischen den einzelnen Songs die unterschiedlichsten Geschichten zum Besten gibt. Zudem scheint sich die Band selber nicht richtig ernst zu nehmen (was nicht auf den musikalischen Teil bezogen ist) und treibt untereinander ihre Späßchen auf der Bühne. Nach eigener Aussage laufen Wounded Entrails heute Abend in der Matrix jedoch nur auf Sparflamme. Denn unmittelbar nach diesem Auftritt folgt ein weiterer Gig in Essen. Grund für das Geknubbel im Zeitplan der Band ist der Sieg eines Vorentscheids bei den Rocktagen Nord.

Als das Ende des Auftritts näher kommt, werden Wounded Entrails immer lockerer, wobei in erster Linie der Frontmann für Bewegung auf der Bühne sorgt. Sicherlich war der Auftritt kurz vor dem Finale der Rocktage mehr als nur ein gutes Aufwärmprogramm für die fünf Oberhausener.

Setlist:

1. Erinyes
2. Ametria
3. Corpus Delicti
4. The Scalpel Enlivens The Festivity Of Penetration
5. The Esthesia That Deceives
6. Witness Of Nemesis
7. Dysmorphophobia

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