Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Insomnium, Fleshgod Apocalypse, Stam1na im Konzert (Hamburg, November 2014)

Drei sehr unterschiedliche Bands mit einem klaren Gewinner

Haben sich längst zu einer souveränen und tighten Liveband gemausert: Insomnium

Zum Thema

Insomnium

Nachdem diese endlos erscheinenden 50 Minuten von Fleshgod Apocalypse endlich überstanden sind, heißt es nicht mehr lange warten, bis sich der Hauptgrund für das Kommen heute Abend blicken lässt. Punkt zehn ist es, als das finnische Quartett unter großem Jubel die Bretter entert. Dass Insomnium laut Pit-Kollege Jörg einst Stehgeiger gewesen sein sollen, hat meine Wenigkeit erst kürzlich zufällig gelesen. Das kann man sich weiß Gott nicht vorstellen, so wie die Truppe auf der Bühne agiert, alle Posen wie die Gitarre beim Solo in Richtung Publikum halten, Positionswechsel vollziehen etc. aus dem Effeff beherrscht – aber eine ambitionierte Band entwickelt sich schließlich in jeder Hinsicht weiter, sowohl was Songwriting als auch handwerkliches Können und eben die Bühnenperformance betrifft.

Der Sound ist sehr gut, der Laden gefüllt und die Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute prächtig. Setlist-technisch beginnt der Vierer wie erwartet mit dem Opener der aktuellen Scheibe „The Primeval Dark“, dem in Form von „While We Sleep“ und „Revelation“ noch zwei weitere Songs von „Shadows Of The Dying Sun“ folgen. Insgesamt sind es immerhin fünf Stücke vom neuen Album, bei denen es sich ausnahmslos um dieselben Nummern handelt, die sie auch schon bei den Sommerfestivals – u.a. dem Rock Hard Festival 2014 – zockten. Merkwürdig eigentlich, dass sie wieder nicht den famosen Titeltrack spielen.

Sei es, wie es will, altes und neues Material wird gleichermaßen gebührend abgefeiert und jedes Album von der Band berücksichtigt – ein guter Querschnitt durch das komplette Schaffen also. Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, dass bei Frontmann Niilo Sevänen in Sachen Publikumskommunikation noch deutlich Luft nach oben ist – mehr als „Thank you“ und die Ankündigung, wie der jeweils nächste Song heißt, ist es nicht. Lediglich die Bitte, am Merchstand doch bitte etwas zu kaufen, „to support some poor finnish guys“, wirkt richtig niedlich.

Immerhin bleibt ohne großes Gequatsche genügend Zeit für jede Menge Songs: Bis zur Zugabesektion sind es bereits elf und auch danach lassen sich Insomnium nicht lange bitten und kehren sofort zurück, um noch „The Gale“, „Mortal Share“, „Unsung“ sowie „Weighed Down With Sorrow“ herauszuhauen und den Fans nach einer kleinen Pause mit „Down With The Sun“ sogar noch ein fünftes Encore zu spendieren.

Keine Frage, Insomnium haben sich längst zu einer erstklassigen, tighten Liveband gemausert, die einfach nur unglaublich viel Spaß macht und heute letztlich klar als Sieger hervorgeht. Man singt mit, brüllt sich heiser, stemmt die Pommesgabel in die Lüfte (teilweise ist wirklich ein richtiges Meer an gen Himmel gerichteten Händen, die dem zwiefach Gehörnten huldigen, zu sehen) und genießt die einzigartigen Gitarrenmelodien. Sehr kurzweilig und man kann am Ende kaum glauben, dass schon wieder fast anderthalb Stunden vergangen sind. Wenn Sevänen sagt „See you next time“, denkt man sich nur: Allerdings, nächstes Mal bin ich sehr gerne wieder dabei!

Setlist:

The Primeval Dark
While We Sleep
Revelation
Daughter Of The Moon
Only One Who Waits
The Harrowing Years
Weather The Storm
The Elder
Last Statement
Ephemeral
The Promethean Song
---------------------------
The Gale
Mortal Share
Unsung
Weighed Down With Sorrow
---------------------------
Down With The Sun

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna