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Incantation, Hate, Divine Eve, Noctem, Nerve im Konzert (Tilburg, Januar 2010)

Holländisches Death-Metal-All-Stars-Treffen in der Sardinenbüchse

Efüllten alle Klischees: Noctem

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Eine 2,5-stündige Fahrt in das niederländische Tilburg am Montag, den 18.01.2010, nahm man gern in Kauf. Allerdings war der Grund dafür nicht die Besichtigung der durchaus netten Innenstadt oder um in einem Coffee-Shop Space-Cookies zu knabbern, sondern vielmehr, um Leckerbissen der schwermetallischen Sorte im Little Devil zu geniessen. Dort gaben sich nämlich unter anderem  Hate und Incantation die Ehre. Angekommen am Ort des Geschehens stellte sich schnell heraus, dass an diesem Abend mindestens genauso viele Musiker im Publikum wie auf der Bühne stehen sollten. So waren neben Martin van Drunen von den legendären Asphyx und Hail Of Bullets auch Severe Torture durch ihren Schlagzeuger Seth van der Loo vertreten, und die markanteste Glatze an dem Abend war eindeutig Sinister zuzuordnen.

NervE

Den Anfang machten an diesem Montagabend NervE aus Italien. Die noch sehr junge Band hat gerade ihr Album namens „Hate Parade“ veröffentlicht und konnte die Release Party am 15.01.2010 auf der aktuellen Tour feiern. Den ersten Song im Set brauchten die Jungs noch um warm zu werden und sich auf der wirklich mini-kleinen Bühne zu orientieren, was gar nicht so einfach war ohne sich anzurempeln.

Da sich zu diesem Zeitpunkt auch erst nur wenige Leute aus dem Barbereich nach hinten in den Saal verirrten, hatte das ganze  etwas von dem Charme eines Konzertes im Jugendzentrum. Dennoch fegte schon der zweite Song mit dem passenden Titel „My Inferno“ wie ein aggressiver Feuersturm über die paar Köpfe vor der Bühne hinweg.

Entspannung bot dann später „3 Seconds Madness“, zu dem es noch die Info gab, dass es hiervon ein Musikvideo auf dem Myspace-Profil der Band zu sehen gäbe. Durchaus ein melodischer Song, der mit circa vier Minuten Spielzeit länger war als der Titel es vermuten ließ. Es erklangen zunächst schön schweres und tiefes Gegrunze, singende und soloähnliche Gitarrenmelodien. Alles war gut, und im immer noch spärlichen Publikum ließ man sich zum Moshen hinreißen, bis die Jungs sich plötzlich in einem Hardcore-Geschrei an dem Song vergingen. Das zog sich durch alle an diesem Abend präsentierten Lieder. Es waren gute Ansätze dabei, immer wieder stimmige Riffs und melodische Passagen, die aber leider auch immer wieder von Hardcore-Elementen durchbrochen wurden. Das Ganze klang somit etwas zerfahren und brachte demnach auch nicht viele Leute dazu, sich von der Theke nach hinten in den Konzertsaal zu bewegen. Eins muss man den Newcomern aber lassen: NervE behielten die Nerven und zockten ihr Set genauso astrein runter als wären 1.000 Leute da.

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