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In Flames, Black Temple im Konzert (Bochum, November 2015)

Ausverkaufter Hexenkessel in der Zeche

Black Temple werden eher ignoriert als unterstützt

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Schon lange im Vorfeld ist die Zeche zu Bochum ausverkauft und verzweifelt suchen Fans über soziale Medien auch noch nach Karten – kein Wunder also, dass sich zur Einlasszeit eine lange Reihe an Menschen bis weit auf den Parkplatz schlängelt. Natürlich gab es im Vorfeld auch die verwunderte Frage, warum denn In Flames in solch einer vergleichbar kleinen Halle – immerhin passen 800 Personen hinein – spielen, doch das Zauberwort dazu heißt schlicht und einfach: Back to the roots.

Black Temple

Eröffnet aber vor richtig gut gefüllter Halle wird der Abend durch die Noise-(Stoner)-Rocker Black Temple, die natürlich heiß darauf sind, endlich auch hier, so nahe der Heimat ihres Labels Century Media, das Debütalbum „It All Ends“ in all seiner Noisigkeit live vorzustellen. Was auf der Platte noch deutlich gemäßigter tönt, rotzt dann ohrenscheinlich rauer in der Liveversion aus den Boxen, was am Ende der Show dann leider nur eine Statusmeldung bereithält: Die Fans in der Zeche Bochum haben sie mit ihren Songs nicht geknackt.

Ein bisschen Höflichkeitsapplaus, ein paar wenige, die auch mal mitmachen, mehr ist für Black Temple in Bochum nicht zu holen, so sehr sie sich auch durchbeißen und bemühen und gegen Ende der Show sogar ein wenig den Eindruck eines „ihr könnt uns mal“ vermitteln. Zwar verlassen nur wenige KonzertbesucherInnen die Halle, das Gros aber fragt sich schon, warum denn diese Krachmacher überhaupt bei dieser Tour dabei sind, was sich allerdings schnell insofern klären lässt, dass nämlich das Debüt zuerst via Razzia Notes veröffentlicht wurde, wo halt In Flames-Frontmann Anders Fríden das Sagen hat.

„Hey, alles klar bei euch?“, fragt Jonas gleich zweimal in die Runde und schiebt noch ein „Was ist mit In Flames?“ hinterher, doch das Publikum wirkt eher gelangweilt als motiviert und nur wenige lassen sich zu einem zustimmenden Feedback hinreißen. Größten Applaus können Black Temple kurz vor Schluss vor „Sleepy River“ einheimsen, weist Jonas doch darauf hin, dass In Flames noch weiße Shirts anbieten, dessen Erlös komplett an die Flüchtlingshilfe geht. „Kauft lieber diese Shirts, In Flames haben Geld genug“, so der Appell, bevor dann das agile Trio nach der Schlussnummer unter okayem Applaus die Bühne verlässt.

Setlist:

Acid Rain
Oncoming Fire
100 Years
Lonely Place
Lowpoints
Unlikely Event
Sleepy River

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann