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In Extremo, Russkaja im Konzert (Meißen, September 2014)

Ein Abend kollektiver Begeisterung

Was waren die letzten Wochen nicht verregnet und kühl, doch just beim vorletzten Konzert der Burgentour von In Extremo hat der Wettergott doch ein Einsehen und beschert den Zuschauern einen spätsommerlichen Abend. Aber nicht nur die lauschigen Temperaturen bringen die Fans schon im Vorfeld ins Schwärmen, auch der Domplatz mit Blick auf den Meißner Dom und Schloss Albrechtsburg stellt sich als reizvolle Location dar.

Russkaja

Damit der Abend auch stimmungstechnisch ein Erfolg wird, gibt es mit Russkaja einen Support, der in punkto gute Laune eine sichere Bank darstellt. Schon beim Einstieg mit „Energia“ macht das Septett klar, dass es goldrichtig war, die Österreicher mit auf Tour zu nehmen. Die Turbo-Ska-Metal-Polka tobt über das Gelände und deren einziges Ziel scheint es zu sein, dass pro Zuschauer mindestens ein Arm und ein Bein durch die Luft wedeln. Wer sich eher der Gruppe Tanzlegastheniker zugehörig fühlt, darf natürlich auch wahlweise springen oder mitklatschen. Immerhin bringen Russkaja laut Frontmann Georgij Makazaria russische Musik für die Gesundheit mit und etwas körperliche Ertüchtigung soll dieser ja immer noch zum Vorteil gereichen. Die Band selbst muss hingegen ihren Bewegungsradius etwas einschränken, da durch die Aufbauten von In Extremo nur ein kleiner Teil der Bühne zur Verfügung steht.

Glücklicherweise ist vor der Bühne ausreichend Platz und noch mehr erfreut die Tatsache, dass sich hier nicht nur zahlreiche, sondern vor allem gut gelaunte Zuschauer tummeln, die nun die ersten Gehversuche in Richtung Kollektivbildung unternehmen. Was sonst ab und an mit etwas Zwang einhergeht, läuft hier ganz von allein. Einzig die Vorgabe des Mitsingens zu „Change“ reicht aus, um Zuschauer jeglicher Couleur zu einem großen Chor zu vereinigen.

Als Georgij zur veganen Variante des San Fermin-Fests ruft, zeigt sich sofort der geübte Wacken-Besucher und antwortet mit einem spontanen „Traktor“- Schrei. Werden in Pamplona Stiere durch die Gassen getrieben, geht die Hatz hier um einen schnell auserkorenen Mittelpunkt. Und die Sachsen verfügen glücklicherweise über eine recht gute Kondition, sodass man auch keine Gedanken an Notschlachtung verschwenden muss.

Die kleine Verschnaufpause bei dem ruhigen „Radost Moja“ kommt nun allerdings mehr als gelegen. Zumal Russkaja mit „Wake Me Up“ nun zum Endspurt ansetzen und das soziale Gebilde nochmals mit einem gemeinschaftlichen Frust-Bekämpfungsschrei stärken. Damit wird das Kollektiv an die Getränkestände entlassen und nicht wenige wundert es, wie kurz sich dreißig Minuten anfühlen können.

Setlist:

Intro
Energia
Barada
Change
Traktor
Radost Moja
Wake Me Up


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