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In Extremo, Lacrimas Profundere im Konzert (Leipzig, August 2016)

Mit Spielfreude in die Raserei getrieben

Vom Geben und Nehmen wussten In Extremo bei ihrem im Juni erschienenen Album „Quid Pro Quo“ zu berichten, dies immerhin so erfolgreich und eben auch gut, dass es in diesem Jahr doch auf jeden Fall mal mit dem schon oft avancierten „Alternative-Echo“ hinhauen sollte. Das Eine ist aber die Chart-Platzierung und die andere Seite zeigt sich live. Aber auch hierüber müssen sich die Sieben keine Gedanken machen, eine prall gefüllte Parkbühne zu Leipzig zeigt ein deutliches Publikumsinteresse. Rechnet man hier noch die Zaungäste ein, die sich bei sommerlichen Temperaturen zu einem abendlichen Picknick im umgebenden Clara-Zetkin-Park einfinden, kann man nur von einer frenetischen Hingabe seitens der Hörerschaft reden. Die Zeche seitens der Zuschauer ist also schon mal beglichen, aber schon anhand des geladenen Gastes

Lacrimas Profundere

wird klar, dass sich In Extremo selbst bei der Auswahl des Supports nicht gerade lumpen lassen. Immerhin steht mit den Dark-Rockern eine Formation auf der Bühne, die sogar noch ein paar Jährchen mehr in ihrer Bandbiografie stehen hat und mit dem neuen Album „Hope Is Here“ einen weiteren Meilenstein hinzufügte.

Der mit 18:45Uhr ungewöhnlich frühe Konzertbeginn scheint Lacrimas Profundere herzlich wenig auszumachen. Von Beginn an machen die Süddeutschen anständig Druck und selbst wenn die meisten Zuschauer noch etwas Zeit zum Einhören brauchen, kann man selbst bei dem ersten Titel schon die ersten Hände in die Höhe gehen sehen. Das Dargebotene zeigt sich auch erfreulich vielschichtig, wirkt die Truppe rein optisch gesehen schon recht unterschiedlich, scheinen sich auch im angebotenen Dark Rock andere Elemente wieder zu finden. Zudem bildet Roberto Vitacca einen markanten Mittelpunkt, der nicht nur eine stetige Interaktion mit dem Publikum verfolgt, sondern zugleich mit seinem warmen Stimmtimbre einnehmen kann. Letzteres kommt besonders beim ruhigeren, titelgebenden Song ihres neuen Albums zum Tragen, welcher tatsächlich auch auf ihren neuen Silberling Appetit macht.

Mit dem anschließenden „Against It’s Over“ wird wieder etwas mehr aufs Gaspedal gedrückt, mit dem Effekt, dass nun auch wieder anständig mitgeklatscht wird. Dies fällt bei „Me Mescaline“ schon deutlich schwerer, immerhin durchziehen den kraftvollen Titel immer wieder ruhige Passagen, bei denen es dem Publikum sichtlich schwer fällt, den Takt zu halten. Dafür legt man beim nachfolgenden Applaus noch eine Schippe drauf und bekommt zu „Amber Girl“ gleich noch eine Bandvorstellung geliefert, welcher auch schon das Ende des Gigs vermuten lässt. Doch bevor es so weit ist, gibt es mit „My Halo Ground“ noch einen weiteren neuen Song geliefert, der schließlich von „Ave End“ abgelöst wird, um damit ein schickes Finale abzuliefern. Der Bitte auf reichlich klatschende Hände wird genauso nachgegangen wie dem Wunsch nach reichlich Lärm, auch wenn die Schreie kaum gemeinsam ins Rund gebrüllt werden. Immerhin gibt es aber so auf den Rängen anständig Radau und auf der Bühne zum Abschluss noch ein kräftiges Gitarrenfinale, mit dem die Zuschauer in die Pause entlassen werden.

Setlist:

Awake
My Release In Pain
A Sigh
Hope Is Here
Against It’s Over
Me Mescaline
Amber Girl
My Halo Ground
Ave End

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