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In Extremo, Fiddler's Green im Konzert (Köln, April 2011)

Der Tourauftakt beschert den Kölnern gleich zwei Tage hintereinander eine Show, die sich selber übertrifft

Fiddler's Green sind ein stimmungsvoller, guter, und gern gesehener Support auf der Sterneneisen-Tour

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Viele Fans von In Extremo haben gespannt auf das neue Album „Sterneneisen" gewartet, welches am 25. Februar 2011 veröffentlicht wurde. Prompt schoss die durchaus recht rockige Platte auf Platz eins der Albumcharts und konnte somit an das sehr erfolgreiche Album „Sängerkrieg“ anknüpfen.  Knapp anderhalb Monate später folgt die Tour von In Extremo im Kölner E-Werk. Der ursprüngliche Termin am 07. April 2011 war in Windeseile ausverkauft, so dass kurzerhand ein Zusatztermin für die selbe Location gebucht wurde. Auch das Konzert am 06. April 2011 war gut besucht und konnte schon im Vorverkauf über 1200 Karten an zufriedene Fans übergeben.

Als Support stehen für die Sterneneisen Tour die Erlangener Fiddler’s Green auf dem Plan, die bereits auf dem Wahre Jahre Festival von In Extremo 2010 in Erfurt für gewaltig gute Stimmung gesorgt haben. Fiddler’s Green waren kurz zuvor auf Akustik Tour, über die The-Pit.de ebenfalls berichtete.

Zum Tourauftakt in Köln, hat Petrus mit den wartenden Fans eine gewaltige Portion Sonne nach Köln geschickt. Bei beinahe sommerlichen Temperaturen tummeln sich sowohl In Extremo- als auch Fiddler’s Green Fans vor den dicken Backsteinmauern des Kölner W-Werks. Für viele Fans der Tour scheint die Kombination dieser beiden Bands ein kleines Geschenk zu sein. Immer wieder liest man von zufriedenen Fans, die sich über den Support von Fiddler’s Green freuen, und auch in der wartenden Schlange lässt sich an beiden Tagen nur positives Feedback heraushören.

Der Unterschied in der Masse der wartenden Fans, ist an den beiden ersten Tagen der Tour enorm. Während sich am Tourauftakt eine beinahe kleine Menschentraube vor dem E-Werk, tummelt, kann man am 07. April mehr als doppelt so viele wartende Fans warten sehen.

Eines ist jedoch gleich. Die Stimmung ist gut und abwartend und als die Pforten geöffnet werden, geht ein erleichtertes Raunen durch die Menge. Zwar müssen die Fans nun noch immer 45 Minuten warten, bis Fiddler’s Green die Bühne betreten, aber immerhin ist man schon einmal in den heiligen Hallen, kann sich einen Platz in den ersten Reihen ergattern, oder sich mit einem kühlen, kölschen Gerstensaft bei Laune halten.

Fiddler’s Green

Als Fiddler’s Green die Bühne betritt, ist der Empfang am ersten Tag noch ein wenig zurückhaltend. Der Folk-Raider Andrè stürmt als erster die Bühne. Mit Widderkopf und Pappmasche-Megafon visualisiert er das Intro von dem letzten Studioalbum „Sportsday At Killaloe“, bevor die sieben Fiddler’s die Bühne entern. Beim Tourauftakt sind die Besucher  noch ein wenig zurückhaltend. Fiddler’s Green werden zwar sehr nett empfangen, aber wenn man den Unterschied zum darauf folgenden Tag betrachtet, ist dieser enorm.

Mit „Life Full Of Pain“ startet ein gut gelauntes und fröhliches Set. Fiddler’s Green sind wie eh und je in bester Stimmung und legen sich voll ins Zeug, um einen gelungenen Start hinzulegen. Dabei kommt immer wieder das Gefühl auf, dass die Band dafür gar nicht viel machen muss und der Funke beinahe von alleine überspringt. Dabei ist jedoch sehr auffällig, dass die Fans am zweiten Tourtag in Köln um ein vielfaches aufgelegt zu sein scheinen. Es wird deutlich mehr mitgesungen. Auch die Aufforderung „Und springen!“, die immer wieder gebrüllt wird, scheint an Tag zwei scheinbar sofort vom Kleinhirn in die Beine über zu gehen. Die gute Stimmung an diesem Abend springt sofort wieder auf die Band über. Sie wirkt noch ein wenig motivierender und fröhlicher als am Tag zuvor und geht zufrieden in ihrer Musik auf, die einfach nur zum hüpfen und feiern verleitet.

Das Set ist an beiden Tag bis auf eine kleine Ausnahme gleich. So folgt bald auch „Mrs Mc Grath“, zu dem Stefan sein Akkordeon auf  Seite legt und mit einer Bodhran um die Ecke kommt.  Die Bodhran ist eine irische Rahmentrommel, der Stefan nicht nur abwechslungsreiche Töne entlockt, sondern auch amüsante und sympathische Gesichtszüge in sein Gesicht hervorzaubert. Es steht in keinster Weise zur Diskussion, dass  Fiddler’s Green Freude an ihrer Musik haben. Auch wenn sie am ersten Tag der Tour noch zugeben „Wir müssen erst noch warm werden“. Sie scheinen jedoch äußerst schnell auf Betriebstemperatur zu kommen, denn schon am nächsten Tag ist von irgendwelchen Unsicherheiten oder Ähnlichem rein gar nichts mehr zu merken. Da wird nur noch eine einzige Party gemacht. Dem Publikum scheint es aber nicht anders zu ergehen. Während Pat bei „Rose In The Heather“ am Startschuss-Tag nach seiner Aufforderung, alle Arme zu heben und im Takt zu schwenken, noch ein „Wenn ich alle sage, meine ich wenigstens die Hälfte!“ hinterher werfen muss, lassen die Fans am folgenden  Abend die Hände unentwegt in der Luft.

Nach „Rose  In The Heather“ wird das Licht gedimmt, und Tobi’s Geige beginnt zu fiedeln.  Als dieser um die Ecke kommt, leuchtet sein Bogen und die Fans beginnen zu jubeln. Kurz darauf folgt ihm Frank Joos auf die Bühne und zuletzt gesellt sich Stefan mit einem Eimer aus Blech hinzu. Das umgangssprachliche „Eimersolo“ kommt absolut super an und kann so manchen Jubel  ernten.

Nachdem eine Runde für Pat Murphey bei „The Night That Pat Murphey Died“ geschrien wurde, folgt nun die Änderung im Set. Während am ersten Tag „Irish Rover“ in die Setlist gepackt wurde, gehen Fiddler’s Green am Tag Nummer zwei auf’s Ganze. Die Stimmung ist super und die Fans voller Tatendrang, so dass Pat die alles entscheidende Frage stellt: „Wer von euch war schon mal auf einem richtigen Metal Konzert?“ Die Fans wissen sofort was Sache ist, und bilden die obligatorische Gasse zu „Rocky Road To Dublin“, während Pat seine persönliche Anekdote zu richtigen Metalkonzerten erzählt. Er war nämlich auch schon auf einem gewesen von dem er jedoch runtergeflogen ist „weil ich meinen Penis gezeigt habe und der viel zu groß ist“. Das lassen wir jetzt mal so dahin gestellt. Fakt ist jedoch, dass das neue Album „Wall Of Folk“ heißen wird. Die Platte erscheint am 09. September 2011 und „zerlegt sich dann beim Abspielen im CD-Player“. Die Fans zerlegen sich jetzt zum Glück nicht. Sie bilden stattdessen fröhlich immer wieder die Gasse und versuchen in einem stetigen, mehr oder weniger knubbeligen Knoten hüpfender Weise die Seiten zu wechseln.

Das Feedback der Fans ist am zweiten Tag in der Tat exzellent. Nicht nur der Jubel und der Applaus können sich sehen lassen, sondern auch der permanente Mosh Pit, oder besser Folk Pit, kommt nicht zur Ruhe.

Das Ende des Gigs sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag  das fetzige „Folks Not Dead“. Die Fans bekommen eine kurze Gelegenheit zu verschnaufen, und Fiddler’s Green machen sich nach dem Gig auf den Weg zu ihrem Merchandising Stand, um dort ein wenig zu mit den Fans zu schnaken, für Fotos zu lächeln oder sonstigen Unfug zu treiben.

Setlist:
1.    Life Full Of Pain
2.    Highland Road
3.    Mrs Mc Grath
4.    Irish Air
5.    Rose In The Heather
6.    Kick The Bucket Tunes
7.    The Night That Pat Murphy Died
8.    Irish Rover / Rocky Road To Dublin

9.    Folk’s Not Dead

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