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Impiety, Wormwood, Asagraum & Bode Preto im Konzert (Oberhausen, Oktober 2017)

Armageddon Supremacy am Tag der Deutschen Einheit

Josh S. ist bei Bode Preto nur noch mit Gastmusikerinnen unterwegs

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„Wer weiß, wann man Impiety wieder hier in der Gegend live erleben kann“, so noch auf Facebook am Tag der Deutschen Einheit – ganz klar ein Grund, nicht wieder zuhause auf dem Sofa zu verschimmeln und sich die x-te Wiederholung eines alten Schinkens reinzuziehen – doch leider haben sich das auch nur gut 40 Fans gedacht, die schlussendlich diesen Dienstagabend den Weg in die Oberhausener Helvete finden. Ärgerlich, denn kaum spielen Bands aus der nicht ganz nazibefreiten Grauzone dort, dann stürmen die Fans zuhauf den Laden, tauchen aber Krachfetischisten ohne Nationalismuswahnsinn auf dem Plan auf, da bleibt der Club leer. Irgendetwas läuft da gewaltig falsch. Darüber sollten sich viele Fans der harten Gangart einmal Gedanken machen, vor allem hier im Pott, wo man noch gute reichlich Bands erleben kann – aber auch hier zeichnen Konkurrenzdruck, Überangebot, elitäres Gehabe und reichlich Bequemlichkeit sicherlich in baldiger Zukunft ein anderes Bild.

Bode Preto

Pünktlich um 18:30 Uhr entert das brasilianische Trio die Bühne für eine ordentliche Portion Black Metal, der live allerdings deutlich mehr Death- und vor allem Thrash-Metal-Einflüsse offenbart als man den Veröffentlichungen – zwei EPs und zwei Full-Length-Eisen – entnehmen kann. Und so ganz brasiliansch sind sie auch nicht mehr, denn lediglich Bandkopf Josh S. ist über den Ozean gejettet, da Bassist Rodrigo sich lieber wieder um die Neubelebung von Holocausto kümmern will und Drummer Adelson gleich ganz ausgestiegen ist.

Lösung des Dilemmas: Josh S. wird nur noch mit Gastmusikern zusammenarbeiten und hat sich für diese sieben Europa-Shows die Dienste der Abyssic-Bassistin Makhashanah (auch Gitarristin bei Asagraum) sowie der Asagraum-Drummerin Trish (u.a. auch bei Elände, Gestalte oder auch Urav aktiv) gesichert. Nicht immer ganz reibungslos, der zweite gemeinsame Konzertabend, doch nichts, was ins Gewicht fallen würde.

Kompromisslos pfeffern die Drei eine Kurznummer nach der anderen unter die vielleicht 20 Anwesenden, nur ab und zu durch eine kurze Pause und eine fast schon geröchelte Titelansage unterbrochen. „Vielen Dank“, so Josh S. eher schüchternd zurückhaltend, als ihm auch ein bisschen Applaus entgegenschallt, vielleicht drückt sich so aber ein bisschen Enttäuschung wegen dem zahlenmäßig so knappen Support aus. „Schön, hier zu sein“, bedankt er sich dann auch noch fast redeschwallartig vor „The Realm Of Satan“, kurze Zeit später verabschieden sich die drei auch schon mit einem „Letzter Song für heute Abend“ und einem rasenden „The Erection Of The Cross“. Durchgezogen haben sie, trotz des übersichtlichen Feedbacks, dafür dann ein fettes Dankeschön von den The-Pit.de-Abgesandten.

Setlist:

Sweet Fever
Deep Reality
Inverted Blood
Children Of Suicide
Golden Darkness
Amorphophallus Titanum
Unknown Woman
The Realm Of Satan
Verminoso
Absurds Of Violence
The Erection Of The Cross

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“