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Imperial State Electric, Satan Takes A Holiday im Konzert (April 2013)

Live dann doch noch mehr Rotz im Rock dabei

Satan Takes A Holiday überraschen positiv

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Da bahnt sich doch ein seltsamer Abend in der ehrwürdigen Altenessener Zeche Carl an: Hinten eine Mischung aus Pop, Punk, Rock, Sechziger Garagenfuzz und Siebziger-Einflüssen, dazu mehr als 200 Fans, die sich dieses Package nicht entgehen lassen wollen, vorne im Foyer aber das Treffen des SMart-Stammtisches – unterschiedlicher geht kaum noch. Den musikalisch ersten Peitschenhieb aber setzen die mit dem fluffigen Namen

Satan Takes A Holiday

ausgestatteten Schweden, die natürlich heiß darauf sind, ihre erst vor wenigen Tagen veröffentlichte zweite Scheibe „Who Do You Voodoo“ auch hierzulande vorzustellen. Und so legt das Trio dann recht fulminant los, das Publikum positioniert sich mit respektablem Abstand und lässt die Fotografen unbehelligt arbeiten, da kein Fotograben eingeplant ist – wofür auch, kann man doch so die beiden Bands des Abends ungefiltert genießen.

Satan Takes A Holiday, die sich hier natürlich erst noch einen Namen erspielen müssen, rocken gleich mit dem Doppelpack „Candy In Mouth“ und „Come Over (I Make You Look Good)“ los und zeigen von Anfang an, dass sie auch zu dritt eine größere Bühne beherrschen. Dabei werden sie im Laufe der Spielzeit immer lockerer und lösen die anfänglich starren Positionen auf, vor allem aber nutzt Bassist Johannes seinen Freiraum und vor allem seine Bassgitarre auch mal als Penisverlängerung.

Mit dem Titeltrack „Who Do You Vodoo“ können sie dann den ersten ordentlichen Applaus einfahren, beim Song „über euch und uns“ „The Ooh’s And The Aah’s“ schleicht sich Drummer Svante bis an der Bühnenrand und animiert durchschnittlich erfolgreich zum Mitklatschen, doch immer mehr Anwesende haben das typische Tanzbeinzucken in den Gliedern und können sich dem Rock der Schweden kaum mehr entziehen. „Thank you so much“, so Fronter Fred nicht zum ersten Male heute Abend. Als Überraschung ziehen sie heute den in Schweden angesagten Ebba Grön-Song „Häng Gud“ aus dem Hut und verleihen dem poppigen Track eine fette Punknote.

„Kommt, letzte Chance für heute Abend“ als sich der Rausschmeißer „Heartbreaker“ vom 2009er selbstbetitelten Debüt zur Stimmungskanone entpuppt, denn endlich singen die Fans mit und lassen sich zum Tanze hinreißen. „Danke, wir sind Satan Takes A Holiday“ – irgendwie kommt der Eindruck auf, dass nicht nur das Trio gerne noch ein bisschen nachgelegt hätte, sondern auch das Publikum hätte durchaus noch etwas mehr vertragen – nur artikuliert hat das keiner.

Setlist:

Candy In Mouth
Come Over (I Make You Look Good)
Who Do You Voodoo
Missy
The Ooh’s And The Aah’s
Karma Babe
Häng Gud
Heartbreaker

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