Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Iced Earth und Martyr im Konzert (Hengelo, Juni 2018)

Doppelter Abschied

Stu Block gedenkt auch an den verstorbenen Vinnie Paul

Zum Thema

Iced Earth

Eine gute Stunde vor der Show treffen wir noch auf einen verschlafenen Haufen aus Florida und zumindest Frontmann Stu Block kann am ehesten seine Lethargie beiseite schaufeln und steht für ein Interview parat – dazu an anderer Stelle mehr. Der Rest schält sich so langsam aus den Kojen, zu Showbeginn allerdings merkt man von der beseelt ruhigen Vorbereitung nun wirklich nichts mehr – von der ersten Sekunde gehen Band und Publikum steil.

Klar, Iced Earth wollen natürlich noch immer ihr neues Studioalbum „Incorruptible“ vorstellen, da sie aber auch gerade auf Festivaltournee sind, ist die Setlist selbstverständlich von weiteren Karrierehighlights nur so gespickt. Das am Ende sogar zwei Tracks bis zur den „Night Of The Stormrider“-Frühzeiten zurückreichen, daran haben wohl die wenigsten im Vorfeld gedacht.

Beste Eigenwerbung, was die Herren dort betreiben, da muss man nicht prophetisch die komplette Show abwarten, und zum Glück sind die gleichgeschalteten Klamottenmodelzeiten endgültig passé. Kaum haben sie angefangen, da sind sie auch schon bei „Dystopia“, keine Pause, keine Zeit, um Luft zu holen, da steht den Fans schon die Glückseligkeit ins Antlitz geschrieben. „Kennt ihr das? Da kommt man vom Festival und dann ist das so voll hier“, lässt Stu Block wissen, der es sichtbar genießt, der Meute so nahe zu sein. Natürlich kommen gerade die Ansagen an, wenn es zurück in die Iced Earth-Frühzeit geht. „Ist denn ein bisschen Rache hier? Vielleicht ein kleines bisschen?“ schmunzelt Stu und kündigt natürlich „Vengeance Is Mine“ an, schwört auf den Zusammenhalt vor „Brothers“ und auch „The Hunter“, eigentlich auf der auf der Bühne ausliegenden Setlist nicht vertreten, lässt die Fans vor Freude im Taumel herumtanzen.

Angenehm, dass die vornehmlich holländischen Fans recht diszipliniert und trotzdem nicht weniger enthusiastisch feiern, ohne jedoch unangebracht einen Moshpit nach dem anderen zu zünden – so können eben Fans aller Generationen auf vollen Musikempfang setzen. Und wo so alles in Verzückung gerät, da mutiert das bei den Fans ohnehin schon ganz oben angesiedelte „Watching Over Me“ - als zweite Zugabe – zur absoluten Gänsehautnummer, wird der Song dem doch erst kürzlich verstorbenen Vinnie Paul (Pantera, HellYeah) gewidmet. Das ist schon verdammt großes Kino. Punkt.

Setlist:

Great Heathen Army
Burning Times
Dystopia
Black Flag
Seven Headed Whore
I Died For You
Vengeance Is Mine
Brothers
Dracula
Raven Wing
The Hunter
Angels Holocaust
Travel In Stygian (mit „The Trooper“-Ende)
-----------------------------------------
Clear The Way (December 13, 1862)
Watching Over Me

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Waldbühne lädt bei freiem Eintritt ein

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität