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Iced Earth, Fury UK im Konzert (Hamburg, Dezember 2011)

Triumphzug für Stu Block und Iced Earth

Ein würdiger Anheizer: Fury UK

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Bereits zweimal in diesem Jahr hat der Verfasser dieser Zeilen Iced Earth schon live gesehen, wobei sich das Konzert auf dem Rock Hard Festival in erster Linie durch die fantastische Stimmung auszeichnete, während der Auftritt beim Wacken Open Air zwar nicht ganz so großartig daherkam, schon allein durch die Tatsache, dass es sich um Matt Barlows letzten gemeinsamen Gig mit Iced Earth handelte, aber ebenfalls eine gewisse Intensität besaß. Nun also ist die Band schon wieder auf Tour, im Gepäck das neue, gelungene Album „Dystopia“, auf dem der neue Frontmann Stu Block, Vokalakrobat bei den Death-Proggies von Into Eternity, sein Debüt als neuer Jon-Schaffer-Sidekick gab. Auf der Platte konnte er uneingeschränkt überzeugen, da er gesangliche Eigenschaften sowohl von Tim „Ripper“ Owens als auch von Matt Barlow in der Stimme besitzt, ohne als Abklatsch seiner beiden Vorgänger bezeichnet werden zu müssen. Man durfte als jemand, der zumindest Into Eternity noch nicht live gesehen hat, gespannt sein, ob der Kanadier dieses hohe Niveau auch auf der Bühne würde halten können. 

Fury UK

Zunächst aber stehen noch Fury UK aus – wie man sich anhand des Bandnamens denken kann – Großbritannien auf dem Programm. Sie sind die einzige Vorband heute, da White Wizzard aus finanziellen Gründen kürzlich ihren Rückzug von der Tour bekanntgaben. Die Jungs sind nur zu dritt, doch im Gegensatz zu manch anderem Powertrio wird hier durch die Bank Vollgas gegeben. Bassist Luke Appleton verlegt sich größtenteils darauf, seine stattliche Matte ordentlich kreisen zu lassen, während sein Bruder Chris als Leadsänger und Gitarrist von einem Ende der Bühne zum anderen pest, die Leute animiert und außerdem alle Gitarrenposen aus dem Effeff zu kennen scheint.

Mit „A Way Of Life“ haben die Engländer im letzten Jahr bereits ihr viertes Full-Length-Album unters Volk gebracht, doch wenigstens meiner Wenigkeit waren die Drei bislang nicht bekannt. Dabei ist das Dargebotene äußerst hörenswert, die gebotene Mischung aus Heavy, Power und Speed Metal weiß zu gefallen, besonders die beiden überlangen Stücke „The Remainder“ und „Death By Lightning“ stechen mittels durchdachter Struktur und jeder Menge Killer-Riffs hervor. Der Sound ist leider anfangs noch sehr breiig (besonders der übersteuerte Bass geht gar nicht), doch im Verlauf des Sets bessert sich dies immerhin einigermaßen.

Auch die Zuschauer tauen nach und nach auf und lassen sich durchaus von den energiegeladenen Songs mitreißen. Natürlich wird das Stimmungsbarometer bei Iced Earth noch deutlich ansteigen, aber für eine Vorband sind die Resonanzen absolut im grünen Bereich. Da White Wizzard wie erwähnt von der Tour angesprungen sind, dürfen Fury UK offensichtlich etwas länger ran, denn nach einer Stunde erst ist der Auftritt beendet und sogar ein Drumsolo, das bei „Manslaughter“ eingebaut wird, kann die Band sich leisten. Keine Frage: Diese Combo aus Manchester ist ein würdiger Anheizer für den Headliner und darf gerne wiederkommen. 

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann