Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

I Spit Ashes, Winterstorm, Hyrax im Konzert (Trockau, Februar 2014)

Ein geniales Triple stößt auf teils widerspenstige Zuhörer

Hyrax erweisen sich als perfekte Anheizer

Zum Thema

Die dritte und aktuelle Platte der Band Winterstorm ist der Anlass, dass man sich in der kleinen Halle des MCT in Trockau zur gemeinsamen Abendgestaltung trifft. Winterstorm wollen den Abend nicht alleine bestreiten und haben sich noch zwei weitere, hochkarätige Bands mit ins Boot geholt. Neben den Power Metallern stehen heute die Alternative Rocker von Hyrax und I Spit Ashes aus dem naheliegenden Pegnitz mit auf der Bühne. Der Beginn ist auf 22 Uhr festgelegt, aber in Oberfranken geht man so früh abends nicht weg. Deswegen wird der Beginn um einige Minuten nach hinten verlegt.

Hyrax

Die Nürnberger Hyrax machen heute den Anfang. Die Location ist gut zur Hälfte gefüllt, aber die Besucher verteilen sich meist im hinteren Bereich an den Stehtischen und an der Bar. Das ist nicht die beste Grundvoraussetzung für ein gelungenes Konzert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Sound weiter hinten bestenfalls grottenschlecht ist, weil die Architekten eine Art Brücke mitten in die Halle gezimmert haben, die den meisten Schall, vor allem den der Hoch- und Mitteltöner, schluckt.

Ein Konzert ist keine Wunschvorstellung und Hyrax stellen sich mit gewohntem Witz der Herausforderung. Nach dem Intro, einer Passage aus Ozzy Osbournes „Mister Crowley“ geht es nahtlos über zu „Desire“. Während die Besucher, die mutmaßlicher Weise die Band kennen und weiter vorne stehen, sich gleich bewegen, gibt es hinten erst mal ungläubige Blicke. So fröhliche Metalmusik kennt man in der Justice-Hochburg sonst eher nicht. Hyrax geben sich unbeeindruckt und zocken weiter mit vollem Einsatz. Auf der nicht gerade kleinen Bühne geht es ganz schön ab und während Fronter Felix meist ans Mikro gefesselt ist, können Jochen und Klaus sich frei bewegen und tun das auch.

So langsam wirkt die kontinuierliche Beackerung von Felix und die immer mehr vertretenen Musikfreunde nähern sich schrittweise der Bühne. Das färbt auch auf die Musiker ab, die sich nun noch mehr reinhängen, sofern das überhaupt noch möglich ist. Vor allem die melodischen Songs wie „Too Kind“ kommen gut an und man kann sogar Zuhörer erkennen, die mitsingen. Trotzdem kommen die Beifallsbekundungen über einen seriösen Applaus nicht hinaus. Das liegt aber nicht daran, dass die Band nicht gefällt, sondern eher daran, dass niemand so sehr als erster zeigen möchte, dass er die Truppe gerade ziemlich fett findet.

Auffallend ist der stimmliche Umfang von Schreihals Felix. Er beherrscht alle Spektren von schnulzenhaftem Gesäusel bis hin zu richtig bösartigem Shoutgesang. In „Over The Egde“ demonstriert er sogar, dass er innerhalb eines Songs fast alle Singarten unterbringen kann.

Weniger auffällig, aber genau so wichtig ist Drummer Matthias. Er donnert im Hintergrund auf die Kessel ein und findet leider nicht die Beachtung, die er verdient hätte. Präzise und sauber meistert er Mid Tempo, Double Bass-Passagen und auch verzwickte Breaks und Fills. Natürlich zählt im Endeffekt das Gesamtergebnis und dieses stimmt bei Hyrax. Nach und nach steigt die Stimmung immer mehr und bis zum Ende ihres Sets haben die Nürnberger das Publikum sehr gut angeheizt für den nun folgenden Hauptact des Abends.

Setlist:

  • Desire
  • Way Down
  • Broken Boy
  • Too Kind
  • Over The Edge
  • College Girls
  • Far Away
  • Soaking
  • Enemies
  • This Place
  • Social Loves You
  • I Never Thought
Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen