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Hills Of Death Festival 2010

Eine Totgeburt?

Lokalmatador überzeugte: Perish Sanity

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Ein neues Metal-Festival soll künftig den Rhein-Neckar-Kreis beleben: Das „Hills of Death“ in der Heidelberger Halle 02, in der Region als Festival der Superlative angekündigt - Anlass genug, um den Grund einer weiteren Veranstaltung dieser Art zu hinterfragen.
Der Veranstalter und Organisator erklärt, mit diesem Event jungen Bands die Chance auf einen Slot bei einem Festival geben zu wollen und die gesamten Einnahmen des Festivals an die Organisation „Ein Herz für Kinder“ zu spenden. Folglich spielten die Bands ohne Gage und Fahrtkostenerstattung. Dass es für sie jedoch noch nicht einmal etwas zu Essen gab, hatte wohl keiner der Beteiligten auf der Rechnung. Als Höhepunkt der Peinlichkeiten wurden den Bands im Backstagebereich auch noch die sowieso schon spärlich bemessenen Getränke entwendet, inklusive Sycronomicas obligatorische Flasche Jägermeister, die als Teil der Bühnenshow mit dem Publikum zusammen geleert werden sollte. Denn die Security legte sich offensichtlich lieber im Eingangsbereich mit den Besuchern an, als aufzupassen, dass nicht Hinz und Kunz in den Bandbereich vordringen konnten.
Trotzdem der Veranstalter das Festival praktisch im Alleingang stemmt, soll es, so hofft er, immer Anfang Januar im Terminplan der Metalgemeinde eine feste Größe werden. Zusätzlich ist ein „Summer Hills of Death“ als Open Air im Gespräch, sowie diverse „Special“-Touren, die ebenfalls unter diesem Namen laufen sollen.
Große Pläne für einen blutigen Anfänger im Event-Management, der gut beraten wäre, sich den ein oder anderen Partner mit Erfahrung in diesem Metier ins Boot zu holen.

Doch es sieht nicht gerade nach einer erfolgreichen Premiere aus. Das Festival ist geprägt von Pleiten, Pech und Pannen, die zu einem Teil auf die Unerfahrenheit des jungen Veranstalters, teilweise aber auch auf die winterlichen Verhältnisse zurückzuführen sind. So saßen die Mannen von Headliner Minas Morgul stundenlang auf dem Berliner Flughafen fest. Ihr Flug wurde immer wieder verschoben, bis schließlich feststand, dass sie keinesfalls Heidelberg noch im Laufe des Abends erreichen würden. Der angekündigte Ehrengast Till Burgwächter, freier Mitarbeiter des Heavy Metal-Magazins „Metal Hammer“ und Schriftsteller, dessen drittes Buch „Zwischen Aasbüttel und Vahlenmoor - Die Wahrheit über Wacken“ sich mit dem weltweit größten Heavy-Metal-Festival befasst, schickte ebenfalls eine Absage, und die Band Deformity, die das Festival eröffnen sollte, meldete sich wegen Krankheit des Sängers ab. Dass sich der Eintrittspreis wegen des verhinderten Headliners um zwei Euro minderte, kam nur denjenigen Konzertbesuchern zugute, die an der Abendkasse ihre Eintrittskarte kauften; sie zahlten praktisch den Vorverkaufs-Preis. Wer allerdings online schon Vorverkaufs-Tickets erworben hatte, hatte das Nachsehen, zumal die angekündigte Verlosung eines Wacken-Tickets unter den Online-Reservierungen an diesem Abend ebenfalls nicht stattfand. Auch die Festivalbändchen-Sammler waren frustriert – statt der angekündigten Bändchen gab es nur einen simplen Stempel. Es wäre von Seiten des Veranstalters angebracht gewesen, mit ein paar klärenden Worten auf den geänderten Programmablauf und das Fehlen von zwei Bands einzugehen, was aber nicht geschah. Statt der euphorisch erhofften 800 Besucher fanden letztendlich nur etwa 270 den Weg nach Heidelberg. Somit dürfte der Spendenscheck wohl unausgefüllt bleiben....

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