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Helloween, Stratovarius, Pink Cream 69 im Konzert (Oberhausen, April 2011)

Ein starkes Dreierpack ergreift die Turbinenhalle

Helloween spielen super wie eh und je, könnten davon jedoch lieber etwas mehr tun und dafür weniger reden

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Helloween

Während der Umbaupause zu Helloween bleibt das große Backdrop von Stratovarius die gesamte Zeit heruntergelassen. Den Soundcheck bekommt man größtenteils nur akustisch mit, und die Frage tut sich auf, was die Fans hinter dem Vorhang erwarten wird.
Auf den Paukenschlag eröffnen die deutschen Power-Metaller Helloween mit „Are You Metal“ ihre langerwartete Show. Hinter dem Schlagzeug drehen sich die Messer des aktuellen Albumcovers „7 Sinners“ in einer interessanten Lichtshow und machen optisch nicht nur einiges her, sondern bringen insbesondere das gewisse Etwas mit sich, das auf vielen Shows anderen Bands leider häufig fehlt. Als dann auch noch die beiden Kracher „Eagle Fly Free“ und „March Of Time“ druckvoll und melodisch folgen, ist der gesamte Abend schnell auf Gewinner-Kurs.

Nach „March Of Time“ hält Andi jedoch zunächst einen kurzen Moment inne. Er nimmt sich Zeit das große Erbeben in Japan anzusprechen, dem Helloween wohl nur um einen kurzen Moment entkommen sind. Von einem derartigen Glück können sie bereits das zweite Mal sprechen, denn auch dem Tsunami sind sie damals nur knapp entkommen. Grund genug, noch schnell einen dicken Dank an den Schutzengel hinaus zu schicken. Dann ist aber auch schon genug der Rederei, zumindest vorerst.

Mit gutem Sound und einer Lichtshow, die insbesondere von einer gewissen Distanz einiges für das Auge zu bieten hat, werden nicht nur neue Songs zum Besten gegeben. Zwischendurch findet sich immer mal wieder Zeit für ein gepflegtes Gitarrensolo, sodass jeder der Musiker einmal in den Mittelpunkt rücken und den Luftgitarrenspielern reichlich Futter zuwerfen kann.

Trotz einer enormen Bandgeschichte von 26 Jahren und 13 Alben, haben Helloween gar nichts von ihrer musikalischen Ausstrahlung und erst recht nicht von ihrem Können verloren. Auch die Anzahl der Songs von „7 Sinners“ hält sich sehr in Grenzen. Nach dem Opener folgen unter anderem noch „Where The Sinners Go“ und „World Of Fantasy“. Ansonsten folgen stattdessen immer wieder urige Klassiker wie „I’m Alive“, die besser kaum ankommen könnten. Bei „Forever And One“ nimmt Andi auf einem Stuhl Platz, ergreift die Akustikgitarre, und lässt so die nächsten Minuten ein wenig besinnlicher angehen.

Nach einem zusammengezimmerten Medley folgt auch schon der Kracher „I Want Out“, der durch nichts zu toppen zu sein scheint, und nur durch viel zu lange und irgendwann lästige Mitsing-Spielchen verdorben wird. Hätten Helloween den genialen Song einfach nur so exzellent gespielt, wie man es von ihnen erwartet, wäre der Titel an diesem Abend definitiv um ein Vielfaches besser im Gedächtnis geblieben. Mit „I Wan’t Out“ beginnt leider nicht nur die große Rederei, sondern sie endet auch nicht mehr. Zwar verlässt die Band nach dem Lied für einen Moment die Bühne, aber auch nur, um unter großem Beifall und Zugabe-Rufen zurück auf die Bühne zu kommen. Andi stellt nun einen Kollegen nach dem anderen vor und beginnt kurz darauf über seinen „besten Kumpel“, Drummer Daniel „Dani“ Loeble herzuziehen. Natürlich nur spaßeshalber, aber das Spielchen zieht sich leider derart in die Länge, dass Helloween ohne Schwierigkeiten noch ein Lied hätten einfügen können. Der Grund dafür: Daniel besitzt die Frechheit, den guten, teuren Whiskey von Andi mit Cola zu mischen - wenn das mal kein Grund zur Schelte ist.

Nach dieser Zugabe verschwindet die Band ein weiteres Mal für einen Moment von der Bühne und kommt mit vielen Dr. Steins zurück. Bei dem gleichnamigen Titel haben ein paar Fans die Gelegenheit in Kitteln, mit aufgespießten Kürbissen und Perücken die Bühne zu rocken, bevor der Zauber Helloween sich für den heutigen Abend in Oberhausen dem Ende entgegen neigt.

Setlist:

1. Are U Metal
2. Eagle Fly Free
3. March Of Time
4. Gitarrensolo (Sascha Gerstner)
5. Where The Sinners Go
6. World Of Fantasy
7. Drum-Solo
8. I`m Alive
9. Forever And One (Neverland)
10. Handful Of Pain
11. Medley: Keeper Of The Seven Keys / King For A 1000 Years / Halloween
12. I Want Out
13. Future
14. Dr. Stein

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