Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Hell's Kitchen Fest 2013

Grandiose Headliner sorgen für eine geniale Stimmung

Emil Bulls sorgen für volles Haus

Zum Thema

Emil Bulls

Nun ist es soweit. Die Emil Bulls sind am Zuge und sie schaffen auch das, was zu Festivalbeginn noch undenkbar war. Die Halle ist fast voll. Bis deutlich hinter den FOH-Bereich stehen die Neugierigen dicht gedrängt und erwarten eine energiegeladene Show.

Da lässt sich die Band natürlich nicht betteln und jetzt kommen auch die Flammenwerfer unter der Bühne zum Einsatz. Von Flammensäulen, die Stahl schmelzen bis zu filigranen Pilzflämmchen (die aber nicht weniger heiß sind) zaubert der Pyrotechniker alle möglichen Brände auf die Bühne.

Doch zu Beginn werden die Fans erst einmal in die Knie gebeten. Nachdem sich die meisten recht brav hingekniet haben, startet der Auftritt sehr archaisch mit „Here Comes The Fire“. Dass dabei die Flammenwerfer ziemlich strapaziert werden, muss man nicht extra erwähnen. Jetzt ist es schön warm in der Halle.

So blitzartig, wie die Gasflammen gen Hallendecke schießen, so abrupt explodiert auch die Stimmung der Fans. Von Beginn an wird mitgesungen und getanzt. Der Moshpit artet teilweise sogar ein bisschen aus und die Fans der ersten Reihen müssen sich an den Sperrzaun klammern um nicht mit in den Kreisel gerissen zu werden. Das gehört aber nun mal zu einem Metalkonzert dazu. Ganz Metal sind die Bulls zwar nicht, aber was sie gerade im Moment aufreißen, ist schon ganz schön hart.

Interessant ist, dass, ganz egal welches Lied kommt, es immer Fans gibt, die den Text mitschreien. Hier sollte man auch einmal die treuen Fans der Band loben. Nicht viele Künstler haben eine so treue Fanbase. Bei „The Jaws Of Oblivion“ demonstrieren die Anhänger schon wieder ihre gemeinschaftliche Singstärke. Lauthals wird nicht nur der Chorus mitgebrüllt, sondern auch die Textpassagen kennen sehr viele auswendig und lassen Fronter Christoph nicht alleine mit seinen Strophen.

Die Halle in Oberwiesenacker verwandelt sich in einen Hexenkessel. Von der Bühne bis zum FOH-Bereich erstreckt sich eine wabernde Masse, die sich unregelmäßig im Takt bewegt und offensichtlich heftig am feiern ist. Inzwischen hat der Shouter seine Anhänger ganz in der Hand. Unaufgefordert wird getanzt, gebangt und gerockt.

Die Performance lässt nichts zu wünschen übrig. Die Emil Bulls zocken ihre Songs sauber und mit viel Spielfreude. Die Gesangsparts sind alle sauber gesungen, egal ob der Fronter schreit oder clean singt.

Mit fortschreitender Zeit lässt die Band den Zuschauern immer mehr nur ihre Songs hören. Die Ansagen werden weniger und die Songs hängen oft direkt und ohne Pause aneinander. Den Zuhörern ist das nur recht. So kann man am Stück einfach immer weiterfeiern. Dagegen hat nun wirklich niemand etwas einzuwenden.

Dann wird es aber kurz ungeplant leise in der Halle. Bedingt durch ein Stromproblem fällt ein Teil der Amps aus. Nach und nach kann aber alles wieder reaktiviert werden und nach ungefähr zwei Minuten und ein paar Takten von „Angel Of Death“ in der A Capella Version funktioniert alles wieder.

Mit Brachialgewalt geht es nun in die Endphase. Jetzt lässt die Band nichts mehr anbrennen. Vor der Bühne kocht die Stimmung immer noch unbeirrt und auf der Bühne geben die Musiker Vollgas. Gegenseitig stacheln sich Fans und Band immer weiter auf.

Doch auch ein Headlinergig dauert nicht ewig und die Band verlässt nach 75 Minuten die Bühne. Natürlich werden die Zuhörer nicht müde die Truppe wieder zurück auf das Podest zu schreien. Die Truppe kommt noch mal zurück und prügelt noch zwei Songs in die Halle, bevor die Künstler endgültig die Halle räumen.

Die Emil Bulls haben eine wirklich beachtliche Leistung hingelegt, das muss man neidlos anerkennen. Für viele war die Band die einzige Interessante des Abends und alle diese, zuzüglich der unter 18-jährigen Musikanhänger (es ist inzwischen nach Null Uhr), verlassen nun das Gelände.

Setlist:

Here comes the Fire
Most Evil Spell
Battle Royal
Not Tonight Josephine
Jaws Of Oblivion
Wolfsstunde/Ad Infinitum
Between The Devil
Time Leaving You
Smells Like Nothing In This World
Worlds Apart
All Systems
When God Was Sleeping

Seite
comments powered by Disqus

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen