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Heldmaschine, Herren im Konzert (Dresden, November 2015)

„Nervt es eigentlich, wenn ich mich andauernd bedanke?“

Herren stellen ihr erstes Album "Lust" vor

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Bereits im Sommer erschien das neue Album von Heldmaschine, welches den durchaus als provokant zu betrachtenden Namen „Lügen“ trägt. Seit Ende Oktober ist die Band auf gleichnamiger Tour, um zur Halbzeit in Dresden einen Zwischenstop einzulegen. Heldmaschine beschränken sich bezüglich des Supports nicht auf eine Band, sondern lassen in fast jeder Stadt eine andere Formation zum Zuge kommen. Im Club Puschkin wird die Arbeit des Einheizens an die

Herren

übergeben, die sich bereits am Vortag in Leipzig betätigen durften. Für die Dessauer Formation bietet sich zu Beginn allerdings ein wenig luxuriöser Anblick, denn es dürften nicht viel mehr als circa fünfzig Besucher sein, die ihnen folgen wollen. Dies erregt durchaus den Anschein, dass das heutige Konzert im Schatten der zur gleichen Zeit in Dresden auftretenden Project Pitchfork steht und damit die Zuschauerzahl erheblich leidet.

Die Herren nehmen dies aber offensichtlich gelassen und starten mit dem gleichnamigen Opener, der etwas am Hörer vorbeirauscht, da man die ersten Impressionen durchaus erstmal verarbeiten muss. Akustisch, wie auch optisch, hinterlassen die Dessauer einen martialischen Eindruck, die selbstbenannten Einflüsse von Rammstein)) und Oomph! sind deutlich hörbar, zudem bilden Herren mit ihrer Saitenfraktion ein unheimlich stabiles Gebilde. Auch wenn es die Herren erst seit zwei Jahren als Band gibt, ist deutlich vernehmbar, dass es sich hier um gestandene Musiker handelt. Als großen Vorteil möchte man auch die Tatsache vermerken, dass hier der Elektro-Anteil nicht vom Band kommt, sondern ein Keyboarder mit an Bord ist.

Nach der Eröffnung kommt ein kurzes „Guten Abend“ und schon geht es mit „Lauf weg“ weiter. Insgesamt verzichten Herren weitestgehend auf allzu umfangreiche Ansagen, was zumindest den Vorteil hat, dass man reichlich Material zu Gehör bringen kann. Zu „Meine Lust“ braucht man auch nicht viele Worte verlieren, immerhin wird dies schon aus dem Publikum vorgesagt, so gibt es nur noch einen kurzen Hinweis auf das frisch erschienene Video. Dies scheint sich schon in eine Gehörgänge eingebohrt haben, zumindest wird bei den treibenden, brachialen NDH-Klängen eifrig mitgeklatscht. Auch wenn hier nicht wirklich jeder Ton von Frontmann Christian hundertprozentig sitzt, kann man diesem durchaus eine gute Leistung bescheinigen.

„Traumzeit“ kommt, trotz der kräftigen Riffs, etwas ruhiger daher und damit ist für die Herren auch schon fast Zeit zum Abschied nehmen. Wer sie bald wiedererleben möchte wird herzlich zum Weihnachtskonzert nach Dessau eingeladen und bis dahin kann man sich ihre Musik aus der Dose, sprich vom aktuellen Album „Lust“, gönnen. Letzter Titel des knapp fünfundvierzig Minuten langen Programms ist „Engel weinen“, bei dem nun doch noch ein Einspieler in Form einer Frauenstimme zu Tage tritt. Allerdings möchte man dies schon thematisch passend einstufen.

Damit schaffen es Herren nicht nur, fast alle Songs ihres Albums unterzubringen, sondern können sich auch einen ehrlichen und anhaltenden Applaus des Publikums sichern. Guter Einstieg in den Abend, auch wenn es den Dessauern noch etwas an Individualität fehlt.

Setlist:

Herren
Lauf weg
Schmied des Teufels
Wach
Feuer
Meine Lust
Traumzeit
Herzlos
Engel weinen

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