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Heisskalt, Lirr. im Konzert (Dresden, September 2016)

Vom Wissen, Wollen und Können

Lirr. stellen ihre Debüt-EP "Ritual" vor

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Im Juni veröffentlichten Heisskalt ihr zweites Album „Vom Wissen und Wollen“, um es nun nach gut drei Monaten Probehören auch live vorzustellen. Eingeladen haben sie in den Beatpol zu Dresden, wo sich trotz eines eher ungünstigen Donnerstags eine recht große Schar an Zuschauern einfindet. Aber nicht nur, dass hier das neue Album vorgestellt werden soll, auch einen Support gibt es zu vermelden und zwar:

Lirr.

Auch Lirr. haben eine Veröffentlichung beizusteuern und zwar ihre im April erschienene Debüt-EP „Ritual“, welche kürzlich neu aufgelegt wurde.

Ein kurzes und schmerzloses „Hallo, wird sind Lirr. und freuen uns hier zu sein“ erschallt und schon ist man mitten im Gig, bei dem der Sound einmal mehr ziemlich perfekt ausjongliert ist. Auch an Nebel wird heute nicht gespart, dafür hält man, wie im Beatpol oft üblich, das Licht recht knapp. Ein paar Scheinwerfer von hinten und ab und zu kurze Seitlichter reichen immerhin, um die Band schemenhaft wahrzunehmen. Allerdings mag die mäßige Sichtbarkeit des Vierers nicht zu sehr ins Gewicht fallen, immerhin übertreffen sich die Flensburger auch nicht gerade in ihren Bewegungsaktivitäten, was man durchaus als erstaunlich einordnen möchte, verfügt ihr Post-Hardcore doch über genügend Ausbruchspotenzial.

Lirr. wechseln zwischen sanften, melodischen Phasen und explosiven Ausbrüchen, die ordentlich reinhauen und auch die ersten Zuschauer direkt mitreißen. Selbst wenn das Kopfnicken meist noch zurückhaltend wirkt, lässt sich durchaus erahnen, dass der Vierer hier in der Gunst des Publikums ständig nach oben steigt. Applaus gibt es dafür wenig, was allerdings damit zu tun hat, dass Lirr. auf Ansagen zwischen den Titeln verzichten und fast übergangslos die Stücke aneinander reihen.

Zu „Teeth“ kommt dann doch noch anständig Bewegung auf die Bühne, Frontmann Leif, der zuvor schon mit seiner markanten Stimme sehr durchdringend agierte, rockt nun bis knapp vorm Umfallen auf der Bühne herum, sodass sich nun auch der eine oder andere im Saal davon anstecken lässt. Dabei bleibt es allerdings nicht lange, kurze Sekunden später schauen die meisten etwas verwirrt aus der Wäsche, denn die Band verlässt recht abrupt die Bühne und hat tatsächlich ihren Gig schon beendet. Um die zwanzig Minuten Spielzeit erscheint wohl jedem im Club etwas knapp bemessen, aber immerhin wurden die gut genutzt.

Setlist:

Floor
Skin
Tongue
Teeth

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“