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Heidenfest 2010 (Bochum)

Viele erstklassige Bands locken hunderte Fans in den Bochumer Ruhrcongress

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Heute fallen hunderte Heidenfans über Bochum her, um den Ruhrcongress zu belagern und dort in die Schlacht zu ziehen. Wie hunderte schwarze Ameisen stehen sie in Reih und Glied vor dem Eingang stationiert und warten auf den Einmarsch in die heiligen Hallen des modernen, gläsernen Gebäudes. Im Inneren beziehen die ersten Stellung vor der großen Bühne, während sich andere noch rasch mit goldenen Gerstensaft und wärmender Merchandising - Kleidung versorgen. Zu früher Stunde, bereits um 17:00 Uhr, startet die erste Band und der musikalische Kampf wird sich bis in die tiefe Nacht hinziehen, um ein triumphierendes Ende zu finden.

Heidevolk

Doch bis dahin stehen noch viele Stunden an geballtem, musikalischem Hochgenuss auf dem Programm, der mit Heidevolk seinen Einstieg findet. Zu der ungewohnt frühen Stunde ist es schon angenehm gefüllt, in der riesigen, und viel zu großen Halle des Bochumer Ruhrcongresses. Ihre niederländischen Schlachtgesänge starten Heidevolk mit „Nehalennia“ von dem schwer aussprechlichen Album „Uit Oude Grond“, welches dieses Jahr ganz frisch erschienen ist. Trotz der eher schweren und ungewohnten Sprache sind einige Mannen im Publikum der Texte mächtig und erheben ihre Stimmen und ihre Fäuste. Um dem ganzen Heer, das den Ruhrcongress füllt, dass Singen ein wenig leichter zu machen, stimmen die beiden Vocalisten Joris und Marc einen tief angesetzten Gesang an, der sich auf den Vokal „O“ beschränkt und der mit Siegesgewissheit laut mitgesungen wird. Die beiden Vocals sind ohnehin die treibenden Kräfte des holländischen, heidnischen Sextetts. Mit Schildern und Trinkhörnern bewaffnet erheben sie diese, um anzustoßen. Motiviert von solch enormer niederländischer Paganpower können Heidevolk nach kürzester Spielzeit bereits beim zweiten Song „Satsenland“ den ersten Mosh Pit auf ihre Rechnung setzen. Auf Krawall gebürstet nutzen die rebellierenden, bewegungsfreudigen Besucher die Gelegenheit von den anspornenden Klängen, ihrer überschüssigen Energie Luft zu lassen und das Heidenfest von der ersten Minute an ordentlich zu zelebrieren. Heidevolk liefern einen soliden Startschuss, an dem die Heidenfest-Fans auch trotz mangelndem Textverständnis ihre Freude haben. Ob „Ostara“ oder „Krijgsvolk“, die Mischung aus fröhlicher Musik, mit treibenden Gitarren scheint optimal zu sein, um den Abend gebührend einzuleiten. Belohnt werden Heidevolk dafür mit lauten Zugaberufen, als ihr letzter Schlachtruf von „Vulgaris Magistralis“ verklungen ist.

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