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Heavy Winterstorm Festival 2013

Zehn Bands sind den Besuchern wohl zu viele

Der Schalldruck e. V. organisiert nun schon geraumer Zeit die Heavy Summerbreak- und Heavy Winterstorm-Festivals. Nun ist es März und das Heavy Winterstorm Festival 2013 steht an. Wie immer wird das Event in zwei Teile gegliedert. Ab 18 Uhr startet die Veranstaltung mit dem Newcomerwettbewerb; vier Bands treten im fröhlichen Wettstreit gegeneinander an und das Publikum entscheidet per Stimmzettel über den Gewinner.

Danach startet das reguläre Konzert mit weiteren sechs Bands. Neu ist, dass der Headliner eine Coverband ist. Wie diese Entscheidung angenommen wird, muss sich noch zeigen. Der Veranstaltungstag ist ein fröhlicher Wintertag, der seit langem endlich einmal auch ein paar Sonnenstrahlen durch den Himmel kommen lässt. Davon merkt man im Feierwerk logischerweise nichts.

Pünktlich um 18 Uhr startet die Veranstaltung und die erste Band kann sich über eine verhältnismäßig gut besuchte Location freuen.

Ad Nemori

Mit melodisch-melancholischen Klängen starten Ad Nemori ihren Auftritt als Opener. Die Spielreihenfolge während des Newcomerwettbewerbs wird ausgelost und die Münchener haben den ersten Slot gezogen. Für die frühe Stunde sind aber schon verhältnismäßig viele Besucher im Hansa 39, was dem Konzert sichtlich gut tut.

Die Musik von Ad Nemori zu beschreiben ist nicht so einfach. Hier mischen sich Primordial mit Sólstafir und Helrunar. Dazu gibt es aber noch jede Menge Wärme und Erdverbundenheit. Die Band ist ein unglaublich intensives Erlebnis aus Klängen und Melodien. Die Songs wechseln ständig zwischen ruhigen, atmosphärischen und aggressiv-metallischen Passagen. Hier merkt man die Emotionen des Songwriters in jeder Faser des eigenen Körpers. Intensiv bohren sich die Melodiebögen und der Gesang von Fronter und Gitarrist Stephan ins Gehirn, nehmen einen mit auf eine sphärische Reise. Starke Musik, ohne Frage. Ulver schießen auch als Vergleichsband ins Gedächtnis. Exzellent konstruierte Songstrukturen treffen auf einen ausdrucksstarken Gesang und ein der Musik angepasstes Gebären auf der Bühne. Zu Beginn des letzten Titels „Into The Elder Grove“ setzt sich der Fronter an den vorderen Bühnenrand und spielt das Intro, als wäre er ganz alleine im Hansa 39.

Ad Nemori spielen keine Musik für die breite Mehrheit. Sie erfordert aufmerksames Zuhören und die richtige Stimmung unter den Fans. Heute passt letztere und die Meute lässt sich auf die Melodien der Gruppe ein. So entsteht ein beeindruckendes Konzert, welches schön nachklingt.

Setlist:

  • The Last Day's Dawn
    Beside The Oak
    Stone's Creek
    Into The Elder Grove
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