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Heathen, Generation Kill, Dust Bolt im Konzert (Eindhoven, Juni 2013)

Thrash von und für Jung und Alt

Spiel, Spaß und Thrash bei Heathen

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Heathen

Ein wenig ungewöhnlich ist es ja schon: Da kommen Heathen auf Tour, die Fans gehen steil – dabei hat das Bay-Area-Quintett keinen einzigen neuen Song im Gepäck und tourt mit dem 2010 veröffentlichten „The Evolution of Chaos“ zum wiederholten Male, nur dieses Mal mit John Dette (Anthrax, Slayer, Testament). Passt schon, denn es zeigt sich auch heuer wieder, welch Jahrhundertwerk die Herren da erschaffen haben, wie locker-flockig, aggressiv, melodisch und aufpeitschend auch in Eindhoven Songs wie „Control By Chaos“ oder „No Stone Unturned“ funktionieren.

Zuerst aber muss die recht lange Umbaupause überstanden werden, doch als endlich das Intro ertönt, stehen die Fans Gewehr bei Fuß und drängeln sich bis in die erste Reihe. Wie heiß die Leute auf Heathen wirklich sind, zeigen dann schon die zahlreich fliegenden Haarteile beim Opener „Dying Season“. „Alles klar? Ihr habt hier einen geilen Club“, schmeichelt Fronter David und kündigt mit „Open The Grave“ eine erste Zeitreise zu seligen Debützeiten an – klar, dass hier einmal mehr die Matten sich förmlich zum Meer erheben. „Ich bin frei. Seid ihr frei? Genießt eure Freiheit“, lässt David mitten im Song vom Stapel und erfreut sich an den entfesselten HeadbangerInnen.

Sollte es so etwas wie Zurückhaltung in Eindhoven gegeben haben, so fällt davon beim anschließenden „Arrows Of Agony“ auch die letzte Bastion, denn nicht nur ein kleiner Moshpit tobt durch die ersten Reihen, sondern fast alle Anwesenden stehen dort mit erhobener Powerfaust und feiern einfach nur. Heathen selbst machen aber auch einen sehr gelösten Eindruck. David erzählt heute viel, schwadroniert von der letzten Tour, macht kurz Werbung für den heutigen Opener Dust Bolt und heimst so dann auch noch die letzten Sympathiepunkte ein. Lässt das Publikum ein wenig nach, so hilft der Fronter mit einem „ich hoffe, ihr habt wirklich Spaß“ gleich mal wieder etwas nach, immer wieder fordert er die Powerfäuste ein und mehr als bereitwillig lassen sich die Fans unter lauten Hey-Rufen darauf ein – Thrashparty pur in Eindhoven.

„Seid ihr noch okay? Wollt ihr was Älteres?“ – was für ein Frage, denn „Hypnotized“ wird natürlich mehr als herzlich empfangen, so richtig aber flippen die Fans dann noch bei „Goblin’s Blade“ aus. Der Rausschmeißer „Death By Hanging“ wird dann teilweise von den Fans komplett allein intoniert und kurz vor Schluss darf sogar ein Mädel auf die Bühne und bekommt die Gitarre von Lee Altus umgehängt. Schade, dass das „we want more“ dann unerhört und unerfüllt bleibt.

Setlist:

Intro
Dying Season
Control By Chaos
Open The Grave
Arrows Of Agony
Mercy Is No Virtue
Fade Away
Hypnotized
No Stone Unturned
Goblin’s Blade
Death By Hanging

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