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Headbangers Oper Air 2022 – Warm Up

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Attacktion - mit Covern kann man nicht viel falsch machen

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Back to the roots, so fühlt sich das heute Abend für zumindest die Fans an, die schon viele, viele Jahre zum Headbangers-Garten pilgern und neben der sehr familiären Atmosphäre auch die Masse an guten Bands genießen. Es geht eben in den Bühnenbereich zurück, den man so viele Jahre genießen konnte und der in den letzten Jahren der Backstage-Bereich war. Klar, das Bühnenlicht ist eher spärlich eindimensional, am Sound haben sie aber nicht gespart, alles tacko also für die Fans. Nur bei der Crew dürfte die Chill-Laune herbe unterbrochen worden sein, wurde doch nach der kurzfristigen Verlegung eben der Garten und nicht ein kleiner Club in Hamburg, dessen Neuausbau nicht fertig wurde, ausgewählt.

Und so war der Feier-Vergangenheitsblick heute ein positiver, neben den ganzen „Du auch hier“-Begrüßungen. Das Bier fließt für heutzutage eher ungewöhnlich günstige 2,50 Euro den Becher reichlich und so sind schon früh die ersten „angeschlagenen“ Fans auch vor der Bühne aktiv. Die Ansage des Abends liefern Portrait, den Coolness-Faktor heben Alien Force an, Cobra Spell sind nun als reine Girl-Truppe unterwegs und Attacktion liefern als Einheizer zum Start ins lange Wochenende eine durchweg passable Leistung ab.

Attacktion

Nun, das Wortspiel ist schnell durchschaut, als Covertruppe aus dem Raum Berlin liefern sie einen ordentlichen Auftakt – da ist ein „Sie waren stets bemüht“ durchaus positiv gemeint, mehr sollte man nun aber auch nicht erwarten, es ist eben auch nur eine Coverband (was man ja durchaus immer kritisch betrachten darf), die ihren Job tut: Einheizen.

Vor der Bühne wird es zunehmend voller, na klar, alle sind heiß auf den musikalischen Start, und auch die ersten Biere sorgen für eine immer mehr gelockerte Atmosphäre. Sprüche von der Bühne nach dem Motto „dass nicht so eine Scheiße wieder passiert" – gemeint ist natürlich die Corona-bedingte Ausfallzeit – oder aber auch das doch zum Schmunzeln anregende „eine Coverband, die sich selber covert“. Hintergrund ist, dass Frontmann Stephan noch zu DDR-Zeiten bei den Thrashern Blackout, die später als Depressive Age durchaus ansehliche Erfolge verbuchen konnten, aktiv war und die Band aus dieser Schaffensphase „Oracle Of Death“ vorstellen.

Kritik muss sich die Band allerdings dafür gefallen lassen, dass der Frontmann die Texte teilweise ablesen muss, eine Unart, die auch bei wesentlich bekannteren Bands immer mehr um sich greift. Leider sitzen auch die hohen Töne nicht wirklich, was aber der grundsätzlich positiv zugewandten Stimmung keinen Abbruch tut, dafür ist einfach die Setlist ein herrliches Potpourri aus Metal-Klassikern, die man sicherlich nicht immer so auf dem Schirm hat. Und selbst bei dem heiß ersehnten „Victims Of Changes“ wird aus der Publikumsskepsis ein warmer Applaus. Nicht wenige FestivalbesucherInnen aus dem Ruhrgebiet werden am Sonntag zügig nach Oberhausen heizen, um die Metalgötter Judas Priest live zu sehen.

Setlist:

Stand Or Fall (Anthrax-Cover)
Still Searchin' (Agent Steel-Cover)
Beyond The Black (Metal Church-Cover)
Neon Knights (Black Sabbath-Cover)
The Preacher (Testament-Cover)
Queen Of The Reich (Queensryche-Cover)
Over The Mountain (Ozzy Osbourne-Cover)
Oracle Of Death (Blackout-Cover
Deja Vu (Iron Maiden-Cover)
Victim Of Changes (Judas Priest-Cover)
Outro

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