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Headbangers Open Air 2015

„Zehn Bier sind auch eine Jacke“

D.A.D. sind der Tageskassenrenner

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D.A.D.

Zwei Bands an diesem Wochenende spalten ein wenig die Old-School-Gemüter, eine davon sind die nun auftretenden D.A.D., denn auch wenn die meisten sich mit dem Klassiker „I Won't Cut My Hair“ identifizieren können, so mosern einige über die doch zu „moderne“ Band. Aber: Noch niemals in den ganzen Headbangers-Open-Air-Tagen sind wie an diesem Abend für eine einzige Band mehr als weitere 200 Tickets an der Tageskasse abgesetzt worden, ein Beleg dafür, dass Dänenpower und vor allem der Input der „Laust-Liebe“ mehr als ausreichend Anziehungskraft besitzen.

Die Bühne ist natürlich zu klein für „ein bewegliches Schlagzeug“ oder aber auch für diverse Kletterpartien durch Bassist Stig, das ist jedem schon im Vorfeld klar, aber auch so hat die Show natürlich neben den ganzen guten Songs viel zu bieten. Und einmal mehr steht die Kombination aus „Talent“ und „Liebe“ rund um Laust im Vordergrund, was am Ende die Frage aufbringt, ob denn „wir genug Liebe nach Headbangers Open 'gebringt' haben“ – einmal mehr schon sehr charmant, wie Jesper in recht klarem Deutsch radebrecht.

„Headbangers, wir wollen eure Köpfe“, so Jesper schon früh zu „Reconstrucdead“, nachdem sie bei den ersten Tracks so gut wie keine Pausen eingebaut haben, lediglich durch die ständigen Basswechsel kommt es zu mehr als übersichtlichen, kurzen Übergängen. Zum Glück ist hier auch das Headbangen gemeint, die Schädel sollen also rollen, was ja an sich ein schönes Wortspiel ergibt und sicherlich auch so gemeint ist. Das sehr gut besuchte Festivalgelände antwortet mit fettem Applaus, bei „Girl Nation“ wird dann auch auf Aufforderung getanzt, Thresholds Frontmann Damien hat die Nase vom Surfen noch nicht voll und lässt sich auch hier durch die mitklatschenden Hände nach vorn tragen.

„Jetzt alle Mädchen headbangen, verstehen Sie, was ich sagen?“, will Jesper anfeuernd vor „I Won't Cut My Hair“ wissen, die Fans ziehen mit, nachdem sie schon geschickt durch das „komm schon Laust, wir wissen, du schaffst das“-Spiel gelenkt wurden. Bei soviel positiver Energie dürfen dann natürlich auch die D.A.D.-Sprechchöre nicht fehlen, was auch zur dreimaligen Verlängerung führt und am Ende trotz der „modernen“ Kritik für einen schönen Abschluss am ersten Festivaltag sorgt. Die Mitternachtsgrenze ist mittlerweile auch deutlich geknackt, sodass nun die Bierstände zum Plausch einladen.

Setlist:

Evil Twin
Rock'n'Rock Radar
Everything Glows
Helpyourselffish
A New Age Moving In
Reconstrucdead
Grow Or Pay
Girl Nation
Riding With Sue
Monster Philosophy
I Want What She's Got
I Won't Cut My Hair
Jihad
--------------
Bad Craziness
Sleeping My Day Away
It's After Dark

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Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

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