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Headbangers Open Air 2015

„Zehn Bier sind auch eine Jacke“
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Stormwitch

Welche Band an diesem Wochenende für welche auch immer geteilte Meinung gut war, keine kommt an Stormwitch heran: Von den einen glühend verehrt, von den anderen abgrundtief verhöhnt. Natürlich macht es Frontmann Andy es nicht allen leicht, muss man sich mit seiner theatralischen Art, die Songs schon fast eher zu erzählen als zu singen, erst einmal anfreunden, was den meisten FestivalbesucherInnen eben nicht gelingt.

Die größte Kritik der Nichtfans sortiert sich auch insofern in einer Schublade ein, als dass sich alle Songs durchweg höchstens im Midtempo über das Festivalgelände ergießen und zwischendurch mit „Tears By The Firelight“ sich auch noch die Ballade als gähnend langweilig erweist, auch wenn hier die Tochter des Bassisten Jürgen an der Flöte einen Kontrapunkt und einen optischen Ausgleich setzt. Schon beim Intro hatte sich eine Hexe auf der Bühne breitgemacht und in wallenden Gewändern den Einstieg ins musikalische Geschehen vorbereitet.

Der Platz vor der Bühne ist wieder einmal gut gefüllt, gegen Ende aber wird es immer leerer und nur noch die Die-Hard-Supporter harren aus. Die Stimmung ist erst einmal gut, was man an den Powerfäusten zum Klassiker „Stronger Than Heaven“ gut festmachen kann. „Leider haben wir es nicht geschafft, häufiger im Norden zu spielen“, so Andy zuvor bei „Russia's On Fire“ und meint damit die vergangenen 30 Jahre.

Aber auch so hat er den einen oder anderen Kommentar parat. „Es gibt einfach diese Scheiß-Momente, da entstehen solche Songs“, so seine Dreingabe vor der eben erwähnte Ballade, bevor sie dann erst einmal wieder ein paar Songs durchzocken, bevor er wiederholt feststellt, dass sie wohl wieder im Norden vorbeischneien müssen. „Season Of The Witch“ stellt dann aber so etwas wie eine Wendemarke dar, denn deutlich weniger Powerfäuste begleiten den Track, der Applaus geht noch als gut durch, doch die ersten Gäste wandern ab, was schnell empfindliche Lücken im Publikum hinterlässt.

„Von uns ein herzliches Dankeschön nach über 30 Jahren“, so Andy, der auch an die bisher Gefallenen denkt und ihnen quasi „Walpurgis Night“ widmet, wobei sich die Fans hier noch einmal mit „Yeah“- und „Whoohoo“-Chören einbinden können. „Danke, viel Spaß noch mit den anderen Bands“, und schwupps, weg sind sie, eine Zugabe ist offenbar nicht eingeplant und die Fans halten sich auch gut zurück.

Setlist:

Evil Spirit
Dance With The Witches
Russia's On Fire
Stronger Than Heaven
Tears By The Firelight
Fallen From God
Season Of The Witch
Taliesin
Eye Of The Storm
Last Warrior
Priest Of Evil
Call Of The Wicked
Walpurgis Night

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