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Headbangers Open Air 2015

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Ruthless

Im Gegensatz zu allen anderen „Retro-Bands“ verfolgen Ruthless aus L.A. eine komplett andere Strategie nach dem Motto: Verleugne nicht deine Vergangenheit, blicke aber lieber in die Zukunft. Ein paar Ausreißer in der Frühzeit ihrer Diskographie haben sie schon eingebaut, der Auftritt aber ist vollends geprägt durch neue Tracks des Albums „They Rise“ vom Januar 2015. Darüber hinaus gibt es sogar mit „13 Skulls“ eine komplett neue Nummer, die auf dem nächsten Album landen soll – die Zukunft also fest im Visier.

Dazu kommt auch noch, dass die FestivalbesucherInnen nichts mehr mit den unsäglichen Wetterkapriolen zu schaffen haben und sich ausgehungert nach Livemusik wieder vermehrt auf dem Gelände blicken lassen. Darüber hinaus nutzt Frontmann Sammy sein Unterhaltungs- und Anfeuerungstalent, denn immer wieder fördert er die Kommunikation mit dem Publikum und lässt erfolgreich einfach nicht locker.

Gleich beim Opener „Gates Of Hell“ hagelt es erst einmal Geschenke, ein paar Aufkleber und Patches wechseln den Besitzer, viele Fans singen beim Fangen einfach weiter mit und auch die ersten HeadbangerInnen malträtieren die Wirbelsäule. Und wenn schon beim Auftakt die Stimmung ausgelassen ist, so zieht sich das nun durch die folgende Stunde, Sammy macht noch vor „Hang Man“ Werbung für die morgige Afterparty-Show in Hamburg, den besten Eindruck aber vermitteln sie mit der engagiert frischen Show und einem locker durch das Set geleitenden Frontmann. „Sollen wir nächstes Jahr wiederkommen? Wir planen dann auch eine ganze Woche ein“, so sein nachfragendes Versprechen, die Fans feiern mit hunderten Powerfäusten, Sammy lehnt sich zurück, blickt stolz und zustimmend genüsslich nickend auf die Meute. „Könnt ihr denn auch ein paar 'Ruthless'-Sprechchöre?“, hakt er nach und ohrenbetäubend wird sein Wunsch erfüllt. „Mmmmh, I like that“, was Sammy dann später noch mehrmals sagen könnte, denn immer wieder skandieren die Fans mit lautstarken Chören, wie sehr ihnen die Mucke gefällt. Sammy ist dann bei „Mass Killer“ so von den Fans begeistert, dass er spontan sein Armband an die Fans verschenkt – die Zukunft ist da wohl gesichert.

„So ist das live“, haut Sammy dann in die Runde, als ausgerechnet bei „Frustration“ die Fußmaschine der Drums den Geist aufgibt, der Austausch ist aber schnell bewerkstelligt, die Stimmung leidet keineswegs, vielmehr entwickelt sich bei der Neuaufnahme des Songs ein kleiner Sechs-Personen-Pit aus Lübeck, das anschließende, anfangs auch sehr speedige und noch unbekannte „13 Skulls“ erntet mehr als reichlich Applaus und mit Sprechchören neigt sich der Ruthless-Part dem Ende zu – sie können gerne wiederkommen.

Setlist:

Gates Of Hell
Defender
Laceration
Hang Man
They Rise
Discipline Of Steel
Mass Killer
Frustration
13 Skulls
Metal Without Mercy

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