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Headbangers Open Air 2015

„Zehn Bier sind auch eine Jacke“

Iron Angel hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck

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Iron Angel

Wie sehr Freud und Leid aneinander kletten, das wird man nun bei Iron Angel gewahr. Natürlich dürfte sich das Gros auf die Songs der beiden Klassiker „Hellish Crossfire“ und „Winds Of War“ freuen, natürlich ist die Erwartungshaltung bei den Reunion-Shows groß, hatten sie doch vor knapp zwei Monaten ihre 25 Jahre währende Livepause mit einer Show in Bielefeld beendet, und zuallerletzt stellt sich natürlich auch die Frage, wie denn die komplett neu formierte Truppe – nur noch Frontmann Dirk Schröder gehört zu den Gründungsmitgliedern – die altmetallischen Gassenhauer interpretieren möge.

Und eben genau an dem einzigen Urmitglied scheiden sich die Geister, haben doch nicht wenige Fans den Eindruck, dass hier mehr ungewollter Slapstick auf Kirmensansagenniveau von der Bühne weht, wobei auf der anderen Seite die alten Songs keineswegs ihre Magie verloren haben – verzwickte Situation halt. „Dirk ist halt so“, so dann einige sich selbst beruhigende Kommentare, doch überzeugend hört sich das nicht an.

Schon vor den ersten Tönen will Dirk dafür sorgen, dass alle der Bühne näher rücken, aus dem Publikum aber tönt es zurück, sie mögen doch erst einmal spielen, dann kämen die Fans schon näher – ein Selbstläufer wird das hier also nicht. Schnell wird auch klar, dass fetter Applaus erst einmal als Zuneigungsbekundung reichen muss, auch wenn Dirk immer wieder versucht, die Fans mit z.B. einem „ihr seid alle 'Legions Of Evil'“ zu vereinnahmen. „Habt ihr Bock auf Old-School-Metal?“, will er auch wissen und kann sich eigentlich die Antwort selbst geben, denn genau wegen Songs wie der Debütnummer „Hunter In Chains“ sind die Fans doch gekommen.

Reaktionen wie gestern bei Exumer können auch Iron Angel nicht einfangen, auch wenn Dirk mit einem „ich weiß nicht, was ich sagen soll, ihr seid der Hammer“ das ganz anders sieht. „Bielefeld war schon Wahnsinn, aber ihr?“ lässt er im Raum stehen, fetter Applaus brandet der Truppe einmal mehr entgegen. Erstaunlich dagegen ist einmal mehr, dass auch bei Iron Angel die Fans erst im letzten Gigdrittel warm werden und neben dem Applaus mit hochgereckten Fäusten reagieren. Unterm Strich bleibt es aber gerade wegen Dirk dann doch ein zwiespältige Angelegenheit.

Setlist:

Intro Winds Of War
Metalstorm
Sinner
Legions Of Evil
Fight For Your Life
Puppet On A String
Hunter In Chains
Creatures Of Destruction
The Metallian
Heavy Metal Soldiers
----------------------------
Stronger Than Steel
Rush Of Power

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