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In Solitude

„Make way for black shining beauty“ – das macht ja deutlich genug, dass die Schweden In Solitude nicht so ganz dem leichten Gemüt frönen, sondern eher sich den okkulten Seiten des Lebens zuwenden. Andere wiederum dürften von einem gewaltigen „Sprung in der Schüssel“ sprechen, aber wie man nun das Blatt dreht und wendet: Solange die Uppsala-Metaller mit solch herrlichen Alben wie dem Debüt „In Solitude“ und dem noch etwas reiferen „The World. The Flesh. The Devil“ daherkommen, kann man als Fan oder einfacher Zuhörer doch nicht wirklich böse sein.

Tatsächlich brennt die Sonne schon wieder auf die Matten der HOA-BesucherInnen nieder, zwar nicht ganz so niederschmetternd wie die beiden Tage zuvor, genug aber um festzustellen, dass In Solitude in kleine Clubs und nicht auf die Open-Air-Bühne gehören. Und trotzdem: Die Schweden haben schon Klasse, legen ohne viele Worte mit „We Were Never Here“ los und Frontmann Pelle meint auch noch, sich wie irre auf dem Boden zu wälzen und voller Inbrunst seinen Text zu interpretieren – was bei vielen Bands einfach lächerlich aussieht, macht hier einfach Sinn und unterstreicht auch ein wenig die „Crazyness“ dieser überdrehten Schweden.

Getrübt wird die Show dann allerdings dadurch, dass Bassist Gottfrid immer wieder Probleme mit seinem Sound hat, mehrmals an den Steckern seiner Basskabel rumzupft, immer wieder am Effektgerät herumdoktern muss, bis schlussendlich wohl ein neues Kabel Abhilfe schafft. Die restliche Truppe lässt sich aber nicht beirren, zockt einfach weiter im Programm und lässt so keine empfindliche Pause aufkommen. Zwischendurch ist Gottfrid sogar ganz von der Bühne verschwunden.

Applaus gibt es trotzdem reichlich, warum auch nicht, und solche Ansagen, dass es richtig geil ist, wieder zurück in Deutschland zu sein, kommt na klaro beim Publikum bestens an. Das ist dann auch schon eine der mehr als raren Ansagen aus dem In Solitude-Lager, da kommt vielleicht noch kurz ein Titel wie „To Her Darkness“ und sonst nur Musik pur, die Powerfäuste rangeln nur so um die Wette. Tolle Band, tolle Songs und herrlich verrückt.

Setlist:

We Were Never Here
Demons
The World The Flesh The Devil
Poisened, Blessed And Burned
To Her Darkness
Witches Sabbath

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