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Headbangers Open Air 2012

Schwitzen bis der Arzt kommt oder Metal von der Bühne dröhnt

Auch Silver Mountain können keine richtigen Akzente setzen

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Silver Mountain

Jetzt liegt es also an den Schweden Silver Mountain, wieder ein bisschen Schwung ins Festivaltreiben zu bringen – Schwung auf der Bühne und nicht vor der Fressbude oder den Bierständen. Doch auch die Senioren aus Malmö haben da so ihre Schwierigkeiten; nicht unwesentlich dürfte sein, dass viele die Songs so gar nicht kannten, dazu auf der Bühne auch nicht gerade ein Feuerwerk gezündet wird.

Ganz im Gegenteil, kurz vor Schluss lässt Frontmann und Gitarrist Jonas Hansson verlauten, dass er sich die Hand nun kühlen müsse. An sich ja nicht schlimm, doch wenn in den Pausen aus Instrumente stimmen so gar nichts passiert, da entwickelt man so langsam das Gefühl, dass hier die Pausen zu lang gezogen und sicherlich von der betagteren Abteilung auch benötigt wird. Schon zu „Always“ musste sich Jonas seine Hand in einem mit Eiswürfeln gefüllten Kübel packen, ab und zu mal ein kurz schnödes „Thank you“ als dankendes Futter hinterlassend.

Dabei hat es sich doch ganz gut angelassen, die ersten Reihen sind ähnlich wie bei Lord gefüllt, dahinter sieht es dann doch eher mager aus, doch Songs wie das eben schon erwähnte „Always“ können doch für ersten Jubel bei den Fans sorgen. Die müssen sich aber weiterhin mit schmaler Kost zufrieden geben – handwerklich sauber gespielt – doch der immer wieder bemühte und allseits berühmte Funke will mal so gar nicht zünden. Richtigen Applaus können sie dann mit einer Coverversion einfangen, dabei haben sie das für Jon Lord gewidmete „Child In Time“ noch nicht einmal ausgespielt.

Gegen Ende der Show fühlen sich die Fans wohl ein bisschen besser unterhalten, brandet doch immer wieder etwas mehr Applaus auf, ohne aber berauschend zu sein, da hilft das „King Of The Sea/ Handled/ Roughly“-Medley nicht wirklich weiter und auch der alte Schinken „Man Of No Present Existence“ von der ersten Single damals 1979 kann die Fans nicht vom Hocker reißen – schade irgendwie, denn auch Old-School-Publikum bracht deutlich mehr Unterhaltung.

Setlist:

Prophet Of Doom
Destruction Song
Always
Keep On Keepin’ On
Before The Storm
Breaking Chains
Maniac
Man Of No Present Existence
Jon Lord Tribute – Child In Time
Vikings
King Of The Sea/ Handled/ Roughly
1789
Niagara
Universe
7.2

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