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Virgin Steele

Virgin Steele hatten etwas gut zu machen – beim Rock Hard Festival mit Keys und Bass vom Band aufzutauchen war eine Frechheit. Dieser Kritik mussten sich die Mannen rund um Mainman David stellen. Sie waren sich der Kritik durchaus bewusst, und änderten erst einmal nichts. Zwei Gitarren, Drums, Gesang, der Rest vom Laptop, also alles wie gehabt. Natürlich kann man Vorzüge darin erkennen, dass sich David nicht mehr ständig hinter dem Keyboardpult verstecken muss, aber authentisch ist es nicht.

Zudem hatten die New Yorker auch gleich beim Start mit massiven Problemen zu kämpfen – die Lichtanlage war komplett ausgefallen, lediglich ein paar gelbe Funzeln strahlten ungemütlich in die Dunkelheit. Dazu kam dann auch noch, dass das Frontmannmikro nicht funktionierte, so dass David immer wieder auf die Außenpositionen wechseln musste. Ständig wuselten also ein, zwei Techniker auf der Bühne herum und zuckten mehr als einmal ratlos ihre Schultern.

Plötzlich war bei „Black Mass Blues“ wieder alles in Ordnung, die Jungs hatten sich kein Stück davon beirren lassen und hobelten in der Folgezeit eine nahezu identische Setlist wie beim Rock Hard Festival 2010 ins Volk. Richtig spannend wurde es allerdings erst beim zweiten Teil – und den haben schon ein Großteil der Fans nicht mehr mitbekommen. Zum einen hatten alle drei Tage Festival in den Knochen, gerade der dritte Tag war mit Highlights ohne Ende gespickt, und auch nicht wenige Enttäuschte wanden sich nach dem ersten Teil ab und suchten ihre Glückseligkeit in den Schlafkojen. Doch da haben sie etwas verpasst.

Das Laptop wurde abgestöpselt – somit war den Keys der Saft abgedreht. Joshua, bisher als zweiter Gitarrist unterwegs, schnappte sich den Bass und legte einen pumpenden Grundteppich für die nun folgende Stunde. Genau – denn es wirkte so, als ob Virgin Steele zwei Konzerte direkt hintereinander spielten – aber was für ein Unterscheid.
„Don’t Say Goodbye“ markierte den Startpunkt für wie ausgewechselte Bandmitglieder, und die Songs wurden älter und älter und klassischer. Neben dem obligatorischen Gitarrensolo kam nach „Invictus“ ein stark bebeifalltes Drum Solo heraus, und „The Burning Of Rome“ beendete den Gig mit lässig reingerotztem „Thy Kingdom Come“-Thema.

Und genau dieser Song wurde im ersten Zugabepart auch in voller Länge gebracht, eingehüllt in einem Bündel aus vier Tracks der „Noble Savage“-Phase. Geilomat, alter Falter, das wollten die Fans hören. Schluss war allerdings erst, als Virgin Steele mit „Veni, Vidi, Vici“ noch bei einer weiteren Zugabe punkten konnten. Warum nicht gleich so!

Setlist:
Immortal I Stand (The Birth of Adam)
Black Mass Blues
The Wine of Violence
Through Blood and Fire
Crown of Glory
A Symphony of Steele
Noble Savage
Kingdom Of  Fearless (The Destruction of Troy)
Guitar Solo
Vow Of Honour
Defiance 1998
Don't Say Goodbye (Tonight)
Invictus
Drum Solo
On the Wings of the Night
Guitar Solo
Emalaith
The Burning Of Rome (Cry For Pompeii)
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Fight Tooth and Nail
Thy Kingdom Come
The Angel of Light
We Rule the Night
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Veni, Vidi, Vici

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