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Headbangers Open Air 2010

Purer Stahl bei der größten Gartenparty der Welt

Solitude Aeturnus

Nächster Part eines hammerharten Tages – in tiefster Dunkelheit wälzten sich lavaartig und voller Macht die doomigen Noten quer durch den Garten – Solitude Aeturnus verbreiteten das wohlig warme Gefühl in der Magengegend, um für die notwendige Entspannung, für zuckende Füße, entkrampftes Luftgitarrenspiel und schleudertraumagefährdetes Kopfschütteln zu sorgen.

Nur zu deutlich wird klar, dass der mit einer genialen Stimme gesegnete Frontmann Robert bei Candlemass wohl eher ein Angestellter ist, bei Solitude Aeturnus aber sein Herz und seine Seele beheimatet sind. Umso bedauerlicher, dass er regelmäßig auf diverse Textblätter schauen musste, um auch textgetreu seine Performance durchzuziehen. Teleprompter, Textzettel und Souffleusen sind da eindeutig fehl am Platze. Vielleicht schaute der Sänger aber auch zu tief ins vom Publikum hochgereichte Rotwein-Tetrapack.

Trotz dieses Mangels war die Show magisch, theatralisch, bannend, und kaum ein Fronter dürfte mit solch spärlichen Gesten das Publikum fest im Griff haben. Immer wieder fuhr Robert seine Kralle aus, spielte den Tiger und riß dabei zähnefletschend seine Kauleiste auf. Spötter könnten natürlich den Vergleich mit einem zahnlosen Stubentiger heranziehen – nichtsdestotrotz faszinierend spartanisch.

Dafür glänzten die Songs mit deutlich mehr Raffinesse – ein Blick auf die Setlist verrät ja schnell die Ansammlung an wahren Highlights aus der langen Solitude Aeturnus-Historie. Die Soli setzen glanzvolle Sternenlichter im Meer aus zähflüssigen Rifferuptionen. Die kleinen Soundprobleme zu Beginn waren schnell behoben, und so konnten die Fans sich ganz dem Genuss hingeben. „Sightless“ floss über in „Destiny Falls To Ruin“, Omens Andy stürmte bei „Waiting For The Light” die Bühne und begleitete Tieftöner James am Luftbass, und Robert kommentierte: „Hey Headbangers, das wollt ihr, oder? Macht mal Krach!“.

Und mit links spielten sie bei der ersten Zugabe die Kings Of Kommerz von Moneywar mal locker mit „Secret Of Steel“ an die Wand.

Setlist:

It Came Upon One Night
Haunting The Obscure
Sightless
Destiny Falls To Ruin
Pawns Of Anger
The 9th Day: Awakening
Phantoms
Tomorrows Dead
Mental Pictures
Days Of  Prayer
Waiting For The Light
Opaque divinity
------------------------
Secret Of Steel (Manowar)
Falling

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