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Blood Feast

Aggro-Abrissbirne des Tages, wenn nicht sogar des ganzen Festivals, waren die Thrasher Blood Feast. Standen die Mäuler beim Opener „Remnants“ noch offen wegen der brachialen Riffgewalt, so tobte der Moshpit in einem einzigen Gewirr aus Staub, Haaren, Beinen, Armen und Leibern bei „Menacing Thunder“ wie irre. Verrückter Haufen, auf und vor der Bühne, denn trotz der stark schwitzenden Masse schrie der Pit schon wieder bei „Kill For Pleasure“ nach einer Runde „Circle Pit“-Spielchen. Wie im Tollhaus – kreischende Luftgitarren, Crowdsurfer, Haare im Schnabel – das volle Programm, und genau so muss ein Thrashpit aussehen.

Aber nicht nur die Fans gaben Gas ohne Ende, auch auf der Bühne wurde ein Spielfeuer entfacht, welches immer wieder durch die Blood Feast-Sprechchöre mit frischem Sauerstoff versorgt wurde. Fronter Chris, der sich nach der Show auch auf dem Gelände mit Fans ausgiebig fotografieren ließ, schien seine Zuneigung zur Security entdeckt zu haben, denn mehr als einmal musste einer der Crowdsurffänger für Glatzenstreicheleinheiten herhalten. Ebenso hielt es die Wirbelfott auch nicht auf der Bühne – immer wieder hopste er wie bei „Cannibal“ in den Fotograben, um die Fans abzuklatschen, um ihnen noch ein Stückchen näher zu sein.

Egal ob Thrashhead oder nicht, der Platz war proppevoll, und alle ließen sich von der ungezügelten Energie der Amerikaner anstecken. So waren auch im Hinterfeld diverse fliegende Haare in der tief stehenden Nachmittagssonne auszumachen. Alle waren Zeugen, als sich Chris zu „R.I.P.“ eine junge Holländerin auf die Bühne holte und den rituellen Scheinkehlschnitt zelebrierte. Immer mehr stachelten sich Band und Publikum auf, die Atmosphäre kochte über, der Siedepunkt schien überschritten, und ganz Wagemutige stagedivten sogar über den Fotograben hinweg zurück in den Moshpulk. „Dropping Like Flies“ war aber auch die richtige Begleitmusik für diese Segelflieger.
Dass Blood Feast ganz sicher nicht mit diesem Erfolg gerechnet hatten, konnte man auch an solchen Bewerkungen wie „Meine Freunde, ich verneige mich vor euch“ oder dem ironischen „Thank you, Ladies“ festmachen. Auch genoss das Quintett kurz vor Schluss die weiterhin ausufernden Sprechchöre, grinste bis hinter beide Ohren, und schlussendlich bedankten sie sich bei den Fans für diesen Support, um dann nochmals mit „Blood Lust“ ein letztes Mal musikalisch das Maul zu polieren. Nee, war dat brutal schön.

Und für 2011 bitte eine Tour mit Violator, Bonded By Blood, Gama Bomb, Fueled By Fire, Overkill und eben Blood Feast. Dies gilt schon als Bestellung.

Setlist:

Remnants
Menacing Thunder
Kill For Pleasure
Vampire
Face Fate
Cannibal
R.I.P.
Dropping Like Flies
The Evil
Hunted Stalked Slain
The Chemically Imbalanced
Blood Lust

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